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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Süden

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Westen

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Nordwesten

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Nordwesten

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Nordwesten

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Norden

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    Kornfeldkirche

    Ansicht von Nordwesten

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    Kornfeldkirche

    Detail Kirchturm

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    Kornfeldkirche

    Innenraum: Blick zum Altar

    Kornfeldkirche

    Innenraum: Blick vom Gemeindesaal in den Kirchenraum

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    Die Kornfeldkirche zählt zu den protestantischen Kirchen der Nachkriegszeit, die vom Bautyp her neu gedacht wurden: Die Anlage gilt nicht mehr ausschliesslich als Sakralraum, sondern dient als Zentrum der Gemeinde. Deshalb sind Nebennutzungen in den Komplex integriert. Im Aussehen wird die Kirche vom Sichtbeton, der Dachgestaltung und dem offen Grundriss im Innern geprägt.

    Chronologie

    Die Gemeinde Riehen wuchs zwischen 1920 und 1970 markant und reagierte darauf unter anderem mit dem Bau drei Kirchen. Eine davon ist die evangelisch-reformierte Kornfeldkirche. Sie wurde im Rahmen eines Wettbewerbs von Werner Max Moser und André M. Studer entworfen. 1962 begonnen, konnte, der Bau 1964 eingeweiht werden. Einzig erwähnenswerte Eingriffe seither waren die Vergrösserung der Teeküche (1976) und die Sanierung des Glockenturms (1999). 2003 wurde die Kornfeldkirche ins Kantonale Inventar der schützenswerten Bauten aufgenommen.

    Lage

    Die Kirche befindet sich in einem lebhaften Quartier von Riehen. Die Kornfeldstrasse und der Vierjuchartenweg begrenzen das Grundstück im Westen und Süden. Von der Kreuzung beider Strassen aus gelangt man über eine vierstufige Treppe und eine erhöhte Plattform zum Eingang. Ein überdachter Eingangsbereich verbindet das Pfarrhaus im Süden mit dem Kirchenraum, der Eingangshalle und dem Gemeindesaal auf der gegenüberliegenden Seite. Ein grosszügiger Garten mit Laubbäumen und Sträuchern umschliesst die Rückseite des Baus.

    Beschreibung

    Die Anlage besteht aus einem Kirch- und Gemeindezentrum im Norden, welches durch einen Verbindungstrakt mit dem Pfarrhaus im Süden verbunden wird. Die drei von Sichtbeton geprägten Hauptvolumen umschliessen einen Hof im Westen, dem ein freistehender Glockenturm, ebenfalls aus Beton, vorgelagert ist. Er ragt im Gegensatz zu den niedrigen Gebäudeteilen 36 Meter in die Höhe und hat eine offene Spitze mit senkrecht eingelassenen Betonlamellen. Er stellt in abstrahierter Weise eine Kornähre dar. Vom Turm abgesehen, fügt sich der Komplex mit seiner niedrigen Bauweise ins Wohnviertel ein. Die Aussenwände sind bis auf zweieinhalb Meter Höhe in Sichtbeton ausgeführt, darüber folgt eine Konstruktion aus Tannenholz. Die Dächer reichen beim Nord- und Mitteltrakt seitlich bis auf zweieinhalb Meter herab. Sie sind in Faserzement eingefasst und wirken durch ihre einheitliche Neigung wie ein Zelt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch Betonsparren, die wie Zeltanker zum Boden führen. Die Dachneigungen sind jedoch abwechslungsreich gegeneinander verschoben. Als Dachrandabschluss wurde Zinkblech gewählt. Die Südfassade der Kirche verfügt über eine grosszügige Verglasung mit vertikalen Holzrahmen aus  dunklem Tannenholz. Die Kirche schliesst nach Südwesten an das Pfarrhaus an. Seine Aussenmauer führt die Besuchenden Richtung Vorplatz. Auf der Seite des Gartens ist der Gebäudekomplex kaum von Reiheneinfamilienhäusern zu unterscheiden. Vor allem das zweigeschossige Pfarrhaus ähnelt durch die Fenstereinteilung und den nach Süden gewendeten Balkon einem Wohnhaus. Einziger künstlerischer Schmuck der Kirche ist ein Betonrelief rechts vom Eingang, das ebenfalls in abstrakter Form Kornähren zeigt.

    Vom überdachten Vorplatz betritt man die Eingangshalle. Sie dient als Verteiler, um zum Kirchenraum, zum Gemeindesaal und zum Unterrichtszimmer zu gelangen. Zusätzlich gibt es ein Untergeschoss mit Sanitäranlagen und weiteren Nebenräumen. Innen kontrastiert das Erscheinungsbild der Kirche mit dem Äusseren. Die Decke und die Wände der Kirche sind mit rotbraunem Holz verkleidet. Dem entspricht auch das Material der Bänke. Der Kirchenraum ist diagonal ausgerichtet und durch eine Schiebewand zum Gemeindesaal hin erweiterbar. Er verfügt über einen beigen Keramikboden und grosszügige Fenster mit vertikalen Holzrahmen. Horizontal am First verlaufende Dachfenster bringen zusätzlich Licht ins Innere. Die prägende Dachstruktur setzt sich auch im Innenraum fort. Hier sind die Holzsparren zu erkennen, welche auf den massiven Betonstützen aufliegen.

    Literatur

    • Steininger, Felix. Kornfeldkirche, in: Gemeindelexikon Riehen (online)
    • Hess, Stefan. Wohnstube der Gläubigen statt Sakralraum, in: Jahrbuch z’Rieche 2014. S. 105–111 (online)
    • Stückelberger, Johannes: Die Kornfeldkirche in Riehen. Kanton Basel-Stadt, Bern 2004
    • Moser, Werner M. Wandlungen im reformierten Kirchenbau in den letzten hundert Jahren, in: Jahrbuch z’Rieche 1965. S. 45–50 (online)
    Stand
    2023
    Bearbeitung
    Jana Bula und Maurice Lehner

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