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    Erweiterung Villa Garbald

    Ansicht Nordwesten

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    Erweiterung Villa Garbald

    Detail Fassade Norden

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    Erweiterung Villa Garbald

    Detail Fassade Südwesten

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    Erweiterung Villa Garbald

    Ansicht Nordwesten

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    Detail Fenster Westen

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    Erweiterung Villa Garbald

    Ansicht Südosten

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    Ansicht Südosten (Eingang)

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    Erweiterung Villa Garbald

    Innenraum (Blick aus dem Fenster)

    Erweiterung Villa Garbald

    Innenraum (Gang)

    Erweiterung Villa Garbald

    Ansicht Süden

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    Der Roccolo von Miller & Maranta ist trotz der zeitgenössischen reduzierten Architektur durch seine Bezüge zur regionalen Baukultur und die Aufnahme traditioneller Formen kein Widerspruch sondern eine Bereicherung von Sempers Villa Garbald. Die architektonische Qualität des Ensembles wurde deshalb 2013 mit der Auszeichnung «Gute Bauten Graubünden» gewürdigt.

    Chronologie

    Die denkmalgeschützte Villa Garbald wurde 1862 von Gottfried Semper entworfen. Sie wurde in den 1990er Jahren als Bau des Architekten wiederentdeckt. Um die Villa als Seminarzentrum der ETH Zürich zu nutzen, wurde ein Wettbewerb ausgelobt, den das Basler Architekturbüro Miller & Maranta 2002 für sich entschied. Nach einer umfassenden Restaurierung der Villa und dem Bau einer Erweiterung wurde das Ensemble 2004 fertiggestellt. 2019 wurde dieses Ensemble um das kleine «Studio Cascina» von Ruinelli Associati Architetti ergänzt.

    Lage

    Das Seminarzentrum befindet sich in Castasegna, einem kleinen Dorf am Rand des Bergells, etwa 50 Meter oberhalb des heutigen Grenzübergangs nach Italien. Der «Roccolo» genannte Erweiterungsbau wurde in der Nordostecke des Grundstücks der historischen Villa errichtet. Die Nordostfassade des Neubaus grenzt an eine Abzweigung der Strada Principale, während die Nordfassade den Verlauf der Gartenmauer fortsetzt. Der grosszügige Garten verbindet die historische Villa mit dem Neubau. Neben der Gartenanlage prägt eine ausladende Pergola den Eingangsbereich der Villa. Die Bauwerke gruppieren sich entlang der Hauptstrasse und fügen sich so ins Dorfbild.

    Beschreibung

    Der Erweiterungsbau bildet den räumlichen Abschluss des Gartens an der Stelle eines ehemaligen Heustalls. Seine Sichtbetonfassade wurde mittels Hochdruckwasserstrahl bearbeitet. Dadurch wird der grobe Kies, der aus dem nahegelegenen Flussbett stammt, sichtbar. Die Schalungsstösse sind als präzises Muster erkennbar. Anders als die umliegenden Satteldachbauten ist der Neubau mit einem Flachdach versehen. Das Volumen entwickelt sich aus der rückwärtigen Gartenmauer heraus und nimmt durch seine Höhe und Schlankheit eine turmartige Gestalt an. Diese erinnert an den Typus des norditalienischen Roccolo. Die Form des Turms harmoniert mit den historischen Hausformen des Tals, der Baukörper passt sich der nach Süden abfallenden Hanglage an. Der im Grundriss fünfeckige Monolith ist mit quadratischen Lärchenholzfenstern ausgestattet, deren Anordnung der inneren Raumaufteilung folgt. Orangefarbene Ausstellmarkisen bieten Sonnenschutz und setzen farbliche Akzente. Im Erdgeschoss verbindet ein grosses Hebeschiebefenster den Tagungsraum mit dem Garten.

    Der Eingang vom Garten führt in eine kleine Eingangshalle, von der aus der Tagungsraum zugänglich ist, der als wohnlicher Gemeinschaftsraum gestaltet wurde. Über das Treppenhaus werden zehn Gästezimmer erschlossen, die sich an den Treppenlauf schmiegen. Der Innenausbau ist schlicht gehalten, mit Zementböden, verputzten Wänden sowie Türen und Fenstern aus Lärchenholz. In den Zwischengeschossen befinden sich kleine Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten. Im obersten Stockwerk öffnet sich die Treppe zu einem Raum mit Kamin, der einen Panoramablick auf das Tal und die Berge bis nach Italien bietet.

    Literatur

    • Caviezel, Nott. Eine Zeitreise. Miller & Maranta. Restaurierung und Ergänzung der Villa Garbald in Castasegna, in: Werk, Bauen + Wohnen 91 (2004), Heft 11, S. 46–53 (online)
    • Ragettli, Jürg. Der Turm im Garten. Neubau als Erweiterung der Villa Garbald in Castasegna, in: Bündner Monatsblatt 2004, Heft 2, S. 187–195 (online)
    • Moosgrün. Erweiterung der Villa Garbald in Castasegna, Kanton Graubünden, in: Baunetz 12.05.2004 (online)
    • Villa Garbald Restaurierung und Erweiterung 2004, in: Bündner Monatsblatt : Zeitschrift für Bündner Geschichte, Landeskunde und Baukultur 2014, Heft 1  (Auszeichnung gute Bauten Graubünden 2013), S. 28–31 (online)
    • Sanierung und Neubau, in: GARBALD (Homepage der Villa Garbald; online)
    Stand
    2021
    Bearbeitung
    Philipp Hofer

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