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    Schulhaus Felsenegg

    Übersicht

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    Innenraum (Treppenhaus)

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    Das Schulhaus Felsenegg ist einer der wichtigsten Vertreter des Brutalismus der 1970er-Jahre in der Zentralschweiz und ist als schützenswert eingestuft. Herausragend ist vor allem die Materialisierung: Der Sichtbetonbau ist um damals neuartige Metallfassadenelemente ergänzt.

    Chronologie

    Der Entwurf zum Schulhaus Felsenegg stammt aus der Feder von Werner Hunziker. Errichtet wurde der Baukomplex in den Jahren 1972 bis 1976. 2002, kurz vor seinem Tod, konzipierte Werner Hunziker den Erweiterungsbau Schneggenrain, der von Ivo Musar realisiert wurde. In den Jahren 2015 bis 2018 wurde der Sempacher Schulkomplex um den Erweiterungsbau Waldegg der Röösli Mäder Architekten ergänzt, parallel wurde die Turnhalle durch die B2G Architekten saniert.

    Lage

    Der Name Felsenegg bezieht sich auf ein hochaufragendes Plateau unweit des Ufers des Sempachersees südlich des Sempacher Ortskerns. Die Schulanlage wird von der Luzernerstrasse und dem Feldweg gefasst – dazwischen liegen jedoch gut zehn Meter Höhendifferenz. Die Turnhalle steht nordwestlich des Schulhauses, gefolgt vom Erweiterungsbau Schneggenrain und Sportfeldern. Das turmartige Schulhaus Waldegg wurde westlich vor die Turnhalle gesetzt und verbindet die Schulanlage mit dem See. Das Schulhaus Felsenegg wird vom Feldweg aus erschlossen. Hier ist auch der Pausenplatz in den Hang getieft. Die etwas tiefer liegende Turnhalle wird über eine Freitreppe an der Nordwestfassade erreicht.

    Beschreibung

    Das kubische Schulhaus erscheint bergseitig zwei- und talseitig dreigeschossig. Hunziker kombinierte einen Betonskelettbau mit einer Fassade aus Blechpaneelen und Fensterelementen in einem satten Rot. Die beiden vollverglasten unteren Hauptgeschosse werden von orangenen Betonpfeilern gefasst. Im Obergeschoss, das den Kopf der Anlage bildet, ist die rote Verkleidung vor die Konstruktionsebene gesetzt und auf drei Seiten geschlossen ausgebildet. Die Ecken der Blechpaneele sind an der Dachkante gebrochen. Die Fassung der Lamellenstoren bringt ein horizontales Element in die Fassade. Die beiden weit auskragenden, polygonalen Treppentürme an der Nordwestfassade bestehen aus Sichtbeton. Ihre flankierenden Wandscheiben ziehen sich parallel zu den Treppenläufen bis über das Dach. Die Erschliessungskerne werden von jeweils zwei spitz nach aussen kragenden Fensterflächen mit kontrastierenden, schwarzen Profilen belichtet. Die Treppenpodeste werden so zu markanten Aussichtskanzeln. Auf dem flachen Dach befinden sich zwei Reihen Oberlichter und seit 2014 auch eine Solaranlage. Die eingeschossige Aula erweitert das Schulhaus auf der Südostseite. Die Fensterfront ist mit roten Stützen gefasst, an den Seiten wiederholen sich die markanten Kanzelfenster.

    Die Kontrastfarben setzen sich im Inneren fort, das pro Geschoss bis zu acht Klassenzimmern Platz bietet: Einzelne Deckenpartien sind orange gestrichen, einige Wände und Türen blau. Die Aula kann durch drehbare Wände in das Foyer hinein erweitert werden.

    Die Turnhalle ist ein geschlossener Sichtbetonbaukörper. Einzig die Nordwestfassade ist geöffnet. Der Verglasung ist eine rote Stahlkonstruktion mit Diagonalstreben vorgesetzt. Die Gebäudeecken sind gebrochen und nehmen damit die Form der Dachkante des Schulhauses auf.

    Literatur

    Gmür, Otti. Häuser, Dörfer, Städte. Architekturführer Kanton Luzern. Luzern 2006, S. 211. – Sandkasten Schweiz: kleine Anthologie neuer Schulbauten, in: Werk-Archithese 13-14/1978, S. 55. – Niederberger, Claus. Neue Architektur im Kanton Luzern seit 1930, in: Unsere Kunstdenkmäler. Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 2/1978, S. 257. – Denkmalpflege und Archäologie (Hg.). Kantonales Bauinventar Luzern.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Tobias Muheim

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