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    Liebfrauenkirche

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    Liebfrauenkirche

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    Liebfrauenkirche

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    Liebfrauenkirche

    Innenraum (West)

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    Die einheitlich gestaltete, steinerne Pfarrkirche von Rotkreuz ist eine Vertreterin der Reformarchitektur, einer gemässigten Moderne. Im Kirchenbau finden sich in dieser Epoche viele neuromanische Anklänge, so auch im umfangreichen und vielfältigen sakralen Werk des renommierten Architekten Joseph Steiner, wie in Seelisberg und Immensee.

    Chronologie

    Im Jahr 1926 keimte in Rotkreuz der Wunsch nach einer eigenen Kirche auf. Daraufhin wurde der Katholische Kirchenverein Rotkreuz gegründet. Die folgende Spendensammlung benötigte jedoch zehn Jahre. 1936 wählte die Baukommission die Kirchen von Seelisberg und Immensee als Referenzobjekte und beauftragte deren Architekt Joseph Steiner mit der Ausarbeitung eines Vorprojekts. Der auf das Vorprojekt folgende Wettbewerb wurde von Joseph Steiner gewonnen. Die Realisierung der Liebfrauenkirche erfolgte zwischen 1937 und 1938. In den Jahren 1981/82 wurde der Innenraum von Artur Schwerzmann neu gestaltet, 2010 fand unter der Leitung der Zünti Trinkler Architekten eine umfangreiche Sanierung statt.

    Lage

    Die Pfarrkirche wurde etwas ausserhalb, südlich des Ortskerns von Rotkreuz auf einem kleinen Hügelzug angeordnet. Heute liegt das Areal mitten im Siedlungsgebiet, sämtliche Nachbarn halten jedoch eine respektvolle Distanz. Westlich der Kirche liegt das Pfarrhaus, das auch das Pfarramt beherbergt. Südlich der Kirche befindet sich ein grosszügiger Friedhof mit einer modern gestalteten Leichenhalle. Die Kirche wird im Osten von der Meierskappelstrasse und im Westen vom Kirchweg erschlossen.

    Beschreibung

    Der einfache, klar strukturiertere und westorientierte Sakralbau ist parallel zum Hang angeordnet. Auf der Ostseite befindet sich eine offene Vorhalle. Auf der Gegenseite ragt die halbrunde Apsis aus dem eingezogenen Chor hervor. Die Sakristei ist als quadratischer Anbau auf der Südseite angeordnet, gegenüber befindet sich der ebenfalls quadratisch konzipierte Turm. Das längsrechteckige Hauptschiff und der Chor sind unter einem Satteldach zusammengefasst. An den Traufseiten sind jeweils neun hohe Rundbogenfenster gleichmässig verteilt. Unter der Empore ist ausserdem je ein Okulus angeordnet. Drei weitere Okuli zieren die Eingangsseite. Der dreiteilige Haupteingang ist in der Mittelachse platziert. Er sticht mit einer hellen Steinfassung aus dem Granitquadermauerwerk hervor. Der Turm ist mit einem Zeltdach gedeckt, das Glockengeschoss weist jeweils vier Schallarkaden auf. Das Satteldach der Sakristei ist quer zum Hauptbau angeordnet.

    Das heutige Kirchenschiff und der um fünf Stufen erhöhte Chor sind schlicht gestaltet. Die Wände sind weiss verputzt, der Boden besteht aus reflektierendem Klinker und die Rundbogenfenster sind mit farbigen Gläsern besetzt. Die Kirche wurde Anfang der 1980er-Jahre den Reformvorgaben entsprechend verändert. Die dominierenden Wandmalereien am Chorbogen und im Chor von Lothar Albert wurden entfernt. Stattdessen wurde der Raum mit einem grauen Blockstreifen geschmückt, der im Schiff die neuen Kreuzwegstationen und im Chor die Leuchter zusammenfasst. Der abgetreppte Altaraufbau in der Apsis wurde um einen freistehenden Altartisch erweitert.

    Literatur

    Kanton Zug (Hg.). Verzeichnis der geschützten Denkmäler. Zug 2018. – Bauforum Zug (Hg.). Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1902–2012. Luzern 2013, S. 300. – Bauforum Zug (Hg.). Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1920–1990. Zug 1992, S. 142. – Hediger, Richard. Risch. Geschichte der Gemeinde. Rotkreuz o. J., S. 171–175. – Öffentliche und kirchliche Neubauten im Kanton Zug, in: Zuger Kalender 1939, S. 71–80. – Die Weihe der Marienkirche in Zug, in: Zuger Nachrichten 26.9.1938. – Otto, Michael. Sondernummer zur Weihe der Marien-Kirche in Rotkreuz, 25. September 1938, in: Zuger Nachrichten 25.9.1938.
    Stand
    2018
    Bearbeitung
    Silvan Schaller

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