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    Zentrum Neudorf

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    Zentrum Neudorf

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    Zentrum Neudorf

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    Zentrum Neudorf

    Eingang

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    Zentrum Neudorf

    Innenraum (Ladenpassage)

    Zentrum Neudorf

    Innenraum (Glasdach)

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    Nach dem Trend, Einkaufszentren im Grünen zu errichten, folgte in den 1980er-Jahren eine Umkehr beziehungsweise der Versuch, die Innenstädte zu revitalisieren und hier verkehrsfreie Einkaufszonen zu kreieren. Die Überbauung Zentrum Neudorf von Ammann und Baumann ist ein frühes Beispiel, das in der Materialisierung Bezug zum historischen Kontext nimmt und den modernen Komplex gut in das Ortszentrum integriert.

    Chronologie

    Das Zentrum Neudorf ersetzt einen im Jahr 1978 durch einen Brand zerstörten Gebäudekomplex. Die Überbauung wurde in zwei Etappen, von 1981 bis 1983 und von 1988 bis 1990, von den Architekten Hans Peter Ammann und Peter Baumann als Wohn- und Geschäftshaus mit regionalem Einkaufszentrum geplant. Heute beeinträchtigen einige jüngere Umbauten das ursprüngliche Konzept vor allem in der Fussgängerachse – dies ist der kommerziellen Nutzung des Zentrums geschuldet.

    Lage

    Das Gebäude befindet sich mitten in Cham, eingerahmt von der Knonauerstrasse im Westen, der Zugerstrasse im Süden und der Johannisstrasse im Norden und Osten in einem Mischgebiet, gut zweihundert Meter nördlich des Bahnhofs. Wenige Meter entfernt fliesst die Lorze in Richtung Zugersee. Gegenüber befinden sich das Einkaufszentrum COOP, das Nestlé-Gebäude sowie ein kleiner Park. Der Haupteingang des Zentrums Neudorf liegt an der stark befahrenen Zugerstrasse und führt in eine grosszügige Ladenpassage. Die Passage wird von einer kleinen Diagonalpassage akzentuiert, an deren Ende, im Südwesten des Komplexes, ein Café mit Terrasse angeordnet ist. Die Querverbindung nimmt die Streckenführung des historischen Chamer Kirchwegs auf.

    Beschreibung

    Die Überbauung präsentiert sich als ein Komplex aus vier flächenmässig unterschiedlichen, dreigeschossigen Baukörpern. Die Baukörper reihen sich entlang der überdachten Ladenpassage, die als gläserne Fuge ausgebildet ist. Den Auftakt bilden zwei dreigeschossige Flügelbauten mit Arkaden entlang der Zugerstrasse, die im Erdgeschoss Läden und in den Obergeschossen Büros beherbergen. Die von oben belichtete Passagenachse wird von Ladenflächen flankiert, insgesamt fasst die Überbauung 28 Geschäfte. Der Einkaufsbereich ist um ein Restaurant und ein Café ergänzt und schliesst im Norden mit einem eingeschossigen Rundbau aus der Bauetappe 1988 bis 1990 ab. 3’800 Quadratmeter Lagerfläche und ein Parkhaus mit 180 Stellplätzen vervollständigen den kommerziellen Bereich.

    Die 32 Wohnungen sind als Maisonetten ausgebildet und sind entlang der Passage über dem Einkaufsbereich in den beiden Obergeschossen angeordnet. Erschlossen werden die Wohnungen von der Passage aus über einen Laubengang. Auf dem Flachdach des Einkaufsbereichs befinden sich die Gartenzonen der Wohnungen.

    Die Vielfalt der Nutzungen beziehungsweise der Baukörper wird zusammengefasst durch eine symmetrische Grundstruktur, vor allem jedoch durch die Materialisierung: Die Fassaden des Zentrums Neudorf sind in gelbem Backstein gehalten. Die Geschossdecken aus Beton setzen dezente, horizontale Akzente. Die Materialisierung und die Bauformen, etwa die segmentbogigen Abschlüsse der Fenster an der Strassenfront und in der Passage, nehmen Bezug auf die industriellen Bauformen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, der Bebauung vor dem Brand 1978 ebenso wie der Architektur der Villa und alten Kosthalle der Firma Nestlé nebenan.

    Literatur

    Bauforum Zug (Hg.). Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1902–2012. Luzern 2013, S. 257. – Kief-Niederwöhrmeier, Heidi; Niederwöhrmeier, Hartmut. Neue Glaspassagen 1975–1985. Leinfelden-Echterdingen 1986. – Ammann, Hans Peter. Randbebauung mit Passage, in: Werk, Bauen + Wohnen 11/1983, S. 7–9. – Überbauung Valorit-Areal in Cham ZG, in: Schweizerische Bauzeitung 12/1976, S. 146¬¬–147.
    Stand
    2018
    Bearbeitung
    Luca Danioth

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