
Wohnsiedlung Besmerrain
Indirizzo
8280 Kreuzlingen
TG
Die klar und funktional gestaltete Überbauung thematisiert das Zusammenspiel aus Architektur und Umgebung. Die rahmenden Baukörper stehen im Dialog zueinander, während die zentralen Grünflächen Erholungs- und Erschliessungsräume für die Bewohner bilden.
Cronologia
Die Wohnsiedlung Besmerrain entstand Ende der 1960er- und Anfang der 1970er-Jahre. Entworfen und realisiert wurde sie von Kurt und Ernst Mennel aus St. Gallen. Die fünf artverwandten Baukörper, die das Ensemble bilden, wurden 2011 als erhaltenswert eingestuft.
Contesto
Die Siedlung liegt am südöstlichen Stadtrand von Kreuzlingen auf leicht erhöhter Position zwischen der Besmer- und der Burggrabenstrasse. Die Gebäude reihen sich in zwei Zeilen entlang der Strassen auf und sind nach Südwesten ausgerichtet. Zwischen den beiden Strassen dient eine Senke den Bewohnerinnen und Bewohnern als Grünfläche. Diese Grünfläche, die nach Westen von einem Verbindungsweg gesäumt wird, liegt dort auf einem erhöhten Unterbau und grenzt sich so von den westlich folgenden Grundstücken ab.
Descrizione
Trotz ihrer Ähnlichkeit sind die fünf Mehrfamilienhäuser nicht identisch, sondern an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Die südöstlichen und nordöstlichen Eckgebäude beispielsweise nehmen den Schwung des Strassenverlaufs auf und verspringen in der Mittelachse um vier Meter, während die Nachbarhäuser parallel zur Strasse liegen. Alle Gebäude verfügen über ein zurückgesetztes Zugangsgeschoss mit einem überdachten Eingangsbereich. Die Südwestseiten der Gebäude sind abgetreppt, wodurch die oberen Geschosse vorgelagerte Freiterrassen erhalten. Wandscheiben zwischen den Terrassen und Balkonen gewährleisten die nötige Privatheit. Integrierte Pflanztröge bieten Sichtschutz, stärken aber auch die Verbindung zu den Gemeinschaftsflächen. Während fast alle Gebäude durch Sichtbetonfassaden mit einer horizontalen Schalungsstruktur geprägt sind, besitzt das südwestliche Eckgebäude eine verputzte Dämmfassade. Die Dämmplatten, deren Befestigungsdübel und Fugen nach 50 Jahren ein neues Muster erzeugen, kontrastieren mit der ursprünglichen Gestaltung der anderen Baukörper. Diese wiederum sind in hellem Grau gestrichen, mit sichtbaren Fugen, welche die Konstruktionselemente ablesbar machen. Wiederkehrende rote Akzente, wie Fensterrahmen, setzen Kontraste zu den grauen Fassaden und kennzeichnen die Wohnbereiche. Gemeinschaftliche Zonen wie Treppenhäuser sind in einem dunkelbraunen Farbton mit auberginefarbenem Stich gehalten, der auch in den Spenglerarbeiten wiederkehrt.
Bibliografia
- Friedli, Markus. Bauen im Thurgau. Architekturlandschaft des 20. Jahrhunderts, Sulgen 2003, S. 91