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    Die Architektur der Universität in Freiburg zeigt eine überzeugende individuelle Lösung der Aufgabe, zwischen den Polen von Tradition und Moderne zu vermitteln. Im Entwurf von Denis Honegger und Fernand Dumas sind Elemente des Brutalismus ablesbar, wobei sich die Architekten an prägenden Vertretern des frankophonen Europas wie Le Corbusier und Auguste Perret orientierten. Heute steht die Anlage unter Denkmalschutz und gilt als bedeutender Bestandteil des kulturellen Erbes von Fribourg sowie der Schweizer Architekturgeschichte der 1940er-Jahre.

    Chronologie

    Die Universität wurde 1834 vom Kanton Freiburg übernommen und zu einer staatlichen Institution umgewandelt. Die enge Verbindung zur katholischen Kirche ist bis heute in der baulichen und institutionellen Prägung der Anlage erkennbar. 1937 wurde ein Projektwettbewerb für den Neubau der heutigen Université Miséricorde ausgeschrieben, den die Architekten Denis Honegger und Fernand Dumas für sich entschieden. Der Neubau erfolgte von 1939 bis 1941, während des Zweiten Weltkriegs. In den 1970er Jahren wurde die Anlage durch Aus- und Umbauten erweitert, die ebenfalls auf Entwürfe der ursprünglichen Architekten zurückgingen. Seit den 1990er Jahren steht die Université Miséricorde unter Denkmalschutz, wodurch der historische Zustand der Anlage bis heute weitgehend bewahrt wird.

    Situation

    Die Kopfbauten und die Aula der Universität befinden sich an einer der Hauptachsen Freiburgs, der Avenue de l’Europe, einige hundert Meter nördlich des Hauptbahnhofs. Topografisch bedingt steigt die Strasse in Richtung der Universität an. Im Nordosten wird das Universitätsareal durch die Rue de Rome begrenzt, an der sich auch der Kapellentrakt befindet. An beiden Strassen ist die Universität an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Zwischen diesen beiden Strassen erstrecken sich zwei Seitenflügel, die von Südwesten nach Nordosten verlaufen.

    Description

    Der Gebäudekomplex besteht aus drei Trakten, die in Längsrichtung versetzt, jedoch parallel zueinander angeordnet sind. Die beiden Seitenflügel und das Aula-Gebäude im Zentrum umschliessen einen achsensymmetrisch gestalteten Innenhof. In den Seitentrakten weisen die Erdgeschosse eine grössere Raumhöhe auf als die darüberliegenden Geschosse. Dies ist unter anderem auf die abfallende Topografie des Campusareals zurückzuführen. Infolge der Höhendifferenz wurde das Gebäude teilweise in den Baugrund eingebettet, wodurch an den Fassaden unterschiedliche Gebäudehöhen ablesbar sind. Die sichtbaren Tragwerksstrukturen machen die Geschoss- und Raumabfolgen nachvollziehbar und gliedern zugleich die Fassaden. Ein prägnantes, wiederkehrendes Merkmal sind die Kassettendecken aus Beton, die sowohl im Innen- als auch im Aussenbereich vorkommen. Freistehende Sichtbetonstützen prägen das Erscheinungsbild und vermitteln Solidität, ohne dabei übermässige Wuchtigkeit zu erzeugen. Durch bewusste Anspielungen an die antike Architektur sowie durch die aufwendig gestalteten Fassaden und Innenräume erhält die Université Miséricorde eine repräsentative Wirkung.

    Im Erdgeschoss des Aula-Gebäudes befindet sich das von einem weiten Balkon überfangene Portal, an das eine grosszügige Eingangshalle anschliesst. Der grossen Aula verleihen die hohe Decke, Wandmalereien und Kronleuchter eine feierliche Atmosphäre. Das Aula-Gebäude wird sowohl über den Innenhof als auch über Passerellen erschlossen, die eine Verbindung zu den Seitentrakten herstellen. Dort führen lange Korridore zu den Vorlesungsräumen. Diese werden überwiegend über Oblichter mit Tageslicht versorgt und wirken dadurch stellenweise recht dunkel. Helle Bodenplatten in Beigetönen, Holzelemente und farbige Wandbilder wirken dem entgegen. Die Innenräume sind insgesamt detailreich gestaltet und zeichnen sich durch sichtbare Betonstrukturen sowie die charakteristischen Kassettendecken aus.

    Bibliographie

    • Honegger, Denis. Quelques remarques à propos d’architecture, in: Das Werk: Architektur und Kunst 29 (1945), S. 39–50 (online)
    • Meyer, Peter. Die Neubauten der Universität Fribourg im Rahmen der Architekturentwicklung, in: Das Werk: Architektur und Kunst 29 (1945), S. 52–65. (online)
    • Allenspach Christoph. Zum Erbarmen: Miséricorde in Freiburg: Die langsame Zerstörung des Universitätsgebäudes. in: Hochparterre: Zeitschrift für Architektur und Design 4 (1990), S. 32. (online)
    • Allenspach, Christoph u.a. Université Miséricorde Fribourg – Classicisme structurel et modernité / Universität Miséricorde Freiburg – Betonklassizismus und Moderne. Sulgen u. Fribourg 2014
    • Schneuwly-Poffet, Daniela. Die Kapelle Miséricorde. in: Schweizerische Zeitschrift für Religions- und Kulturgeschichte, 110 (2016) S. 233–238 (online)
    État
    2023
    En traitement
    Roman Hadorn und Loïc Widmer

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