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    Metron hat das markante neoklassizistische Gebäude der Alternativen Bank Schweiz in Olten respektvoll umgebaut: Einerseits hat sie das ehemalige Verlagshaus in seinen charakteristischen Merkmalen bewahrt, anderseits ist der gläserne Anbau sehr dezent und vermittelt zum Nachbarsbau. Ein vorbildliches Beispiel für das Bauen im Bestand. Energieeffizienz und die Vision der 2000-Watt-Gesellschaft bestimmten das Projekt, das ausserdem eine vielschichtige Kunstinstallation bietet: Der von Stefan Banz aus Solarzellen gestaltete Schriftzug «ALTERNATIVE» auf der Dachgaube ist nicht nur ökologisch, sondern auch ein humorvolles, inoffizielles Firmenlogo.

    Chronologie

    2007 kaufte die Alternative Bank Schweiz (ABS) das 1924 realisierte und 1931 erweiterte Gebäude, das dem Walter-Verlag bis 1992 als Geschäftssitz gedient hatte. Ebenfalls 2007 schrieb sie einen Wettbewerb aus, der einen Umbau im Sinn der 2000-Watt-Gesellschaft forderte. Die Metron Architektur AG konnte den Auftrag für sich entscheiden. 2009 wurde das Projekt fertiggestellt – damals war es das dritte, aber grösste Verwaltungsgebäude in der Schweiz, das nach Minergie-P-Standard modernisiert worden war – und die ABS konnte ihren neuen Hauptsitz beziehen. Sie nutzt 70 Prozent des Raums, der insgesamt rund 100 Arbeitsplätze bietet. Der Rest wird fremdvermietet. Im vierten Geschoss befindet sich zudem ein Raum, der für Kulturanlässe verwendet werden kann und eine Theaterbestuhlung mit 70 Sitzen aufweist.

    Lage

    Das Gebäude der Alternativen Bank Schweiz befindet sich nördlich der Oltner Altstadt direkt am linken Aareufer. Der Haupteingang liegt ostseitig am Amthausquai. Im Süden grenzt das Gebäude an ein älteres, niedrigeres Haus, westseitig dockt eine ehemalige, inzwischen wärmegedämmte Fabrik an und im Norden führt die Belchenstrasse vorbei. Auf der anderen Seite der Belchenstrasse befindet sich der ehemalige Haupttrakt des Schweizerischen Vereinssortiments bzw. Schweizer Buchzentrums. Dieser Bau von Hermann Frey und Ernst Schindler wurde 1948 fertiggestellt.

    Beschreibung

    Der Hauptsitz der Alternativen Bank Schweiz besteht aus dem fünfgeschossigen Altbau und dem neuen, viergeschossigen Anbau, der im Nordwesten zum Nachbarsgebäude vermittelt. Der historische Baukörper erscheint als klar gestaltetes, weiss verputztes, langrechteckiges Volumen unter auskragendem Walmdach, das mit einer nahezu die gesamte Längsseite einnehmenden Gaube durchsetzt ist. Die zum Amthausquai gerichtete Schauseite ist repräsentativ ausgebildet: Die Fenster der Obergeschosse sind mit Sandstein gefasst und mehrere Gesimse gliedern die Fassade, wobei der horizontale Fries zwischen dem zweiten und dritten Obergeschoss besonders kunstvoll anmutet. Das Erdgeschoss ist dennoch relativ schlicht gestaltet. Es zeichnet sich durch einen niedrigen Steinsockel und den dezent von einem Steingewände gerahmten, mittig angeordneten Haupteingang aus. Südseitig befindet sich ein Durchgang zum Innenhof, wo die Fassade schlicht und einfach konzipiert ist. Die Fenster des dritten und vierten Obergeschosses sind durch pilasterartige Elemente mit abstrahierten ionischen Kapitellen voneinander getrennt. Die Dachuntersicht ist mit Konsolen gegliedert. Auf der Gaube, die die Nutzung eines Attikageschosses ermöglicht, ist eine Kunstinstallation angebracht: Elf drehbare rote Panels, die zugleich Solarzellen sind und sich nach der Sonne richten, bilden das Wort «ALTERNATIVE». Das Werk aus dem Jahr 2009 stammt von Stefan Banz und illustriert das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft exemplarisch. Die nordseitige Schmalfront ist dreiachsig und nahezu analog zur Hauptfassade entworfen – Pilaster sind keine vorhanden, Kapitelle hingegen schon. Der daran andockende Anbau ist grossflächig verglast und entsprechend transparent. Er liest sich als gläserne Fuge, die das Haus mit dem Nachbarsgebäude verbindet. Der neue Trakt weist eine Dachterrasse auf.

    Der ABS-Hauptsitz wurde entkernt, damit eine offene Raumstruktur generiert werden konnte. Die Gebäudehülle wurde auf der Innenseite isoliert. Um ein optimales Innenraumklima zu erreichen, wurden die Bürowände mit Lehm verputzt. Die Fenster erhielten eine Dreifachverglasung mit schmalen Rahmen. Die Fensternischen wurden mit geöltem Fichtenholz aus der Region ausgekleidet.

    Literatur

    Engler, Daniel. Sparsame Bank, in: Tec 21 35/2010, S. 12–13. – ABS. Hauptsitz der Alternativen Bank Schweiz für ‘Gutes Innenraumklima’ ausgezeichnet, 15.9.2010, in: www.abs.ch, 11.1.2021. – Amacher, Urs. Pionierin im umweltfreundlichen Bauen. Die Alternative Bank ABS in Olten setzt beim Umbau des Walter-Verlag-Gebäudes neue Massstäbe, in: Mittelland-Zeitung 27.11.2009, S. 23. – Banz, Stefan. Alternative, in: www.artlog.net, 11.1.2021.
    Stand
    2020
    Bearbeitung
    Kai Leisi

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