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    Mit der Überbauung Margrethenhof gelang es Daniel Lengacher und Hansjörg Emmenegger, Historisches und Neues zu kombinieren und trotz einer modernen Formensprache die wesentlichen Charaktermerkmale einer Hofstatt zu bewahren: Das Zusammenspiel der Bauwerke und die selbstverständliche Einbeziehung des gemeinschaftlich genutzten Aussenraumes.

    Chronologie

    Bei der Überbauung Margrethenhof handelt es sich um die Nachverdichtung einer Hofstatt, deren Wohnhaus 1741 von Hans Muff erbaut und im Laufe der Zeit um einen Schweinestall, eine Scheune und einen Speicher ergänzt wurde. Das Areal wurde 1994 zur Schutzzone erklärt. 2001 musste die Scheune jedoch aufgrund akuter Einsturzgefahr abgerissen werden. 2003, ein Jahr nach einem Besitzerwechsel, wurde ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Die Gewinner des Wettbewerbs, die Architekten Daniel Lengacher und Hansjörg Emmenegger, konnten die Überbauung bis 2010 realisieren.

    Lage

    Der Margrethenhof befindet sich im Dorfkern von Ballwil. Das Areal wird von der Margrethenstrasse durchquert, die eine direkte Verbindung zur Dorfstrasse im Norden und der Luzernerstrasse im Westen schafft. Im Kern der Überbauung ist die Margrethenstrasse zum Hofraum geweitet. Das Areal grenzt östlich an die Pfarrkirche St. Margaritha und westlich an ein Logistikgebäude an. Im Norden und Süden befinden sich Wohnhäuser. Die drei historischen Gebäude sind im Osten der Margrethenstrasse angeordnet. Im Norden steht der zum Gemeinschaftshaus umgebaute Schweinestall. Es folgen das Bauernhaus und der Speicher. Das Bauernhaus und das Gemeinschaftshaus sind mit einer Passerelle im ersten Obergeschoss miteinander verbunden. Das neue Mehrfamilienhaus «Platzhaus» ist westlich des Bauernhauses situiert; neben dem Speicher steht ein weiterer neuer Wohnbau. Das Areal wurde mit einer Tiefgararge versehen. Die Zufahrt befindet sich an der nordwestlichen Parzellengrenze.

    Beschreibung

    Die beiden viergeschossigen, flach gedeckten Neubauten weisen Knicke im Bauvolumen auf, die vom gewohnten orthogonalen Bauraster abweichen. Das «Platzhaus» besteht aus einen Kopfbau und einem Riegel, angeordnet in einer T-Form. Das Dachgeschoss ist zurückgesetzt und formt eine Terrasse. Die Fassaden sind mit geschosshohen Fenstern und Loggien durchsetzt. Diese können mit weissen Stoffstoren geschützt werden. Als Absturzsicherung dienen Glasgeländer. Beide Gebäude gründen auf einem Betonsockel und sind mit schwarz gefärbten Holzlatten verkleidet. Der Bereich der Deckenplatten ist horizontal, die Wandflächen zwischen den Fenstern sind vertikal verschalt. Die Eingangsbereiche sind etwas zurückversetzt und schaffen so eine gedeckte Vorzone. Die schräg zulaufenden Einschnitte sind mit braunen Holzplatten akzentuiert.

    Literatur

    Kaufmann & Partner (Hg.). Überbauung Margrethenhof, Ballwil 2008–2010. Luzern o.J. (Typoskript).

    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Daniel Holzmann

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