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    Das Oltner Stadthaus ist von Le Corbusier, insbesondere von seinen Unités d’Habitation inspiriert: Die Hochhausscheibe ist vom Erdboden abgelöst, Betonlamellen charakterisieren die gerasterten Fassaden und das Flachdach zeichnet sich durch skulptural anmutende Aufbauten aus. In seiner modernen Formensprache dokumentiert das brutalistische Gebäude eindrücklich die tiefgreifenden Veränderungen in Städtebau und Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre. Der Sichtbetonkomplex ist ein wichtiger Zeitzeuge – einen ebenso klar strukturierten Bau sollten Frey Egger Peterhans auch 1972 mit dem Technischen Zentrum der PTT in Bern realisieren.

    Chronologie

    Die wachsende Stadt Olten brauchte in den 1950er-Jahren ein neues Verwaltungszentrum. 1957 schrieb sie einen Wettbewerb aus, den die Solothurner Bruno und Fritz Haller für sich entscheiden konnten. Dennoch beauftragte die Jury die Architekten Willy Frey und Alois Egger, die ihren Entwurf – seit 1960 war auch Werner Peterhans dabei – aufgrund seiner überzeugenden Funktionalität und etappenweisen Realisierungsmöglichkeit ausführen durften. Im November 1965 konnte die Verwaltung das Stadthaus beziehen. Im Verlauf der Zeit kam es zu mehreren Teilsanierungen, so auch 2010, als die Stadt einen Wettbewerb ausschrieb, den die Batimo AG Architekten SIA gewannen: 2015 wurde der Auftrag für 9,3 Millionen Franken fertiggestellt, wobei im März 2014 die Passerelle, die das Gebäude über die Strasse mit dem Schulhaus Hübeli verband, ohne Absprache mit der Denkmalpflege abgerissen wurde.

    Lage

    Das Stadthaus liegt nordöstlich der Oltner Altstadt und wird von der Dornacherstrasse im Osten, der Konradstrasse im Süden und der Hübelistrasse im Westen erschlossen. Auf der Ostseite des Baukomplexes befindet sich eine Tiefgarage, die an das Kellergeschoss des Stadthauses anschliesst. Weitere Parkplätze sind um das Gebäude am Strassenrand angeordnet. Eingebettet in die Innenstadt ist es umgeben von Bürogebäuden, Hotels und Parkhäusern, aber auch von Museen, einem Schulhaus und einem historischen Feuerwehrmagazin. Als gut sichtbarer Orientierungspunkt nimmt das Stadthaus einen Platz in der Stadt ein, der seiner Bedeutung angemessen ist.

    Beschreibung

    Das Oltner Stadthaus gliedert sich in ein elfgeschossiges Scheibenhochhaus mit Verwaltungsräumen und in einen eingeschossigen Sockelbau mit dem Gemeinderatssaal. Der verglaste Sockelbau, der einen horizontalen Kontrapunkt zum aus Sichtbetonelementen gefügten Hochhaus setzt, trägt mit blau gefassten paarweisen Rundpfeilern ein mächtiges, vorkragendes Flachdach. Im Foyer führt eine Treppe auf die weitläufige, als Garten ausgebildete Dachterrasse, die Sträucher, kleine Bäume sowie drei Teiche umfasst. Das Hochhaus erbebt sich auf fünf Paar schräg zulaufenden Pfeilerscheiben über dem Sockelbau. Die zur Konradstrasse weisende südliche Stirnfront ist ganzseitig mit einem feingliedrigen Fensterraster überzogen. Dieses wiederholt sich an den Längsseiten, nimmt aber dort nicht die gesamte Breite ein. Das Sichtbetonraster, das räumliche Tiefe erzeugt, besteht aus schattenspendenden Lamellen, die den vollverglasten Büros vorgesetzt sind und gleichzeitig als schmale Austrittsbalkone dienen. Die Nordfassade ist mittig durch schmale Fenster gekennzeichnet: Pro Geschoss flankieren zwei hochrechteckige Fenster ein langrechteckiges, das für Oberlicht sorgt. Skulptural anmutende betonierte Aufbauten prägen das Flachdach mit der Aussichtsterrasse.

    Literatur

    Kissling, Matthias. Denkmal Stadthaus Olten, in: Oltner Neujahrsblätter 2015, S. 49–53. – Herzog, Andres. Amputiertes Denkmal, in: Hochparterre 5/2014, S. 14–17. – Hanak, Michael. Baukultur im Kanton Solothurn 1940–1980. Ein Inventar zur Architektur der Nachkriegsmoderne, hg. von der kantonalen Denkmalpflege Solothurn. Zürich 2013, S. 166–167. – Roland Wälchli. Impulse einer Region. Solothurner Architektur 1940–1980, Solothurn 2005, S. 186–189.
    Stand
    2020
    Bearbeitung
    Jessica Keller

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