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    Staatliches Seminar

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    Pausenplatz

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    Fassade (Detail)

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    Staatliches Seminar

    Innenraum (Treppe)

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    Das Staatliche Seminar ist eine von mehreren Schulanlagen, die Alain-G. Tschumi im Lauf seiner Karriere realisiert hat. Die Herausforderung in Biel lag im Umfang und der Komplexität des Raumprogramms auf der relativ kleinen Grundstücksfläche. Durch die Verlegung aller Saal- und Nebenräume in die künstlich geschaffene Plattform konnten die Klassentrakte filigran ausgebildet werden. Die Stahlbaukörper ähneln in ihrer reduzierten Formensprache den Bauten Ludwig Mies van der Rohes. Für die Bieler Corten-Stahl-Fassadenverkleidung erhielt Alain-G. Tschumi 1978 den Europäischen Stahlbaupreis.

    Chronologie

    Alain-Gerard Tschumi realisierte mit seinem Bieler Architekturbüro von 1973 bis 1975 das staatliche Seminar Biel. Jeder der drei Baukörper beherbergt eine Fachrichtung des Seminars. Im Verlaufe der Jahre haben sich auch andere Ausbildungseinrichtungen auf dem Areal angesiedelt, unter anderem das Berufsbildungszentrum Biel (BBZ/CFP) mit dem berufsvorbereitenden Schuljahr (BVS).

    Lage

    Das staatliche Seminar Biel liegt im Quartier Madretsch im Südosten des Stadtgebiets. Um genügend Platz für die Bauten zu generieren wurde eine Waldlichtung vergrössert. Der Baukomplex bildet das Ende des Scheibenwegs und schliesst im Westen an die Sportplätze der 1958 eröffneten Primarschulanlage Linde an. Im Norden, Osten und Süden wird das Seminar vom Längholzwald gefasst. Auf einer terrassierten mehrgeschossigen Plattform stehen drei freigestellte Kuben. In der Plattform sind Turnhalle, Schwimmbad, Garderoben, Mensa und die Betriebsräume untergebracht. Der Hauptzugang befindet sich im ersten Untergeschoss der Plattform, daneben erschliesst eine Freitreppe die Terrassen.

    Beschreibung

    Die drei- und viergeschossigen Baukörper des staatlichen Seminars stehen orthogonal versetzt zueinander. Die Kuben besitzen einen quadratischen Grundriss und ein Flachdach. Sie weisen jeweils ein weit eingezogenes, verglastes Sockelgeschoss auf, das den Volumina Leichtigkeit verleiht. Die Eingänge sind als schlichte Glasschiebetüren ausgebildet, dahinter befinden sich mittig angeordnet die Erschliessungskerne. Die Masse der Klassenräume korrespondieren mit dem Stützenraster. Ausser den Stahlstützen, den Treppen und den Installationskernen können sämtliche Bauteile demontiert und ausgewechselt werden. Die Untergeschosse können von jedem Baukörper aus direkt über die Innentreppen erreicht werden. Die Obergeschosse haben vorgehängte Fassaden aus Glas und Corten-Stahl. Die umlaufende Verglasung wird durch ein strenges Raster der Stahlelemente gegliedert. In der Höhe der Bodenplatten setzen Stahlbänder einen starken horizontalen Akzent, dazwischen spannen die schlanken Pfosten und Riegel der Fensterfassungen und Brüstungselemente ein feines Netz. Die differenzierte Rost-Farbigkeit des Corten-Stahls fügt sich in die umgebende Natur.

    Zwischen den einzelnen Trakten ist das Terrassenniveau teilweise abgesenkt, um Licht in die Untergeschosse zu bringen. In einem anderen Bereich ragt die mit Fensterkuppeln versehene Decke der Aula aus dem Pausenplatz. Von Westen und Süden erhalten die Plattformgeschosse durch grosszügige Fensterflächen Licht. Die überhohe Turnhalle und die Aula nehmen die gesamte Plattformhöhe ein, gegen die Scheibenstrasse löst sich die vielfältig nutzbare Substruktion in gestaffelte Beton-Ebenen auf, die durch breite Treppen verbunden sind. Bei Regen fliesst das gesammelte Regenwasser in offenen Rinnen kaskadenartig entlang der Treppen. Drei grosse geometrische Plastiken ergänzen den grosszügigen, abwechslungsreich gestalteten Aussenraum. Das künstlerische Konzept dafür stammt von der «Berner Arbeitsgemeinschaft», von Franz Eggenschwiler, Robert Wälti, Konrad Vetter und Peter Kunz als Mitarbeiter.

    Literatur

    Rulka, Andrzej. Alain-G. Tschumi. Sein architektonisches Schaffen im Spiegel der Architekturströmungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Diplomarbeit. Berner Fachhochschule (MAS Denkmalpflege und Umnutzung) 2019, S. 38–47. – Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Amt für Kultur. Denkmalpflege (Hg.). Bauinventar Gemeinde Biel/Bienne. Scheibenweg 45. Bern 2019. – Architekturforum Biel (Hg.) Architekturführer Biel/Guide d’ architecture Bienne. Zürich 2005, Nr. 184. – Schneeberger, Hansjörg. Tschumi und Benoit, in: Rucki, Isabelle; Huber, Dorothee (Hg.). Architektenlexikon der Schweiz. Basel 1998, S. 536. – Europäische Stahlbaupreise, in: Schweizerische Bauzeitung 96/1978, S. 776–777. – Forum, in: Bauen + Wohnen 32/1978, S. 468. – Tschumi, Alain G. Neubauten der Seminare Biel, in: Das Werk: Architektur und Kunst 63/1976, S. 496–502.
    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Cornelia Schnyder-Berner

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