Ihre Suche ergab 4 Treffer

Treffer Ihre Suche ergab leider keine Treffer

    8604.01a_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01b_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01c_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01d_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01e_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01f_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01g_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01h_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01i_Siedlung_Sunnebüel

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht West

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Nordost

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Süd

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Süd

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Nord

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Nordwest

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Ost

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht Südwest

    Download

    Siedlung Sunnebüel

    Ansicht West

    Download
    8604.01a_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01b_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01c_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01d_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01e_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01f_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01g_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01h_Siedlung_Sunnebüel
    8604.01i_Siedlung_Sunnebüel

    In den 1960er-Jahren herrschte grosse Wohnungsnot und die Innenstädte platzten aus allen Nähten. Ein regelrechter Bauboom setzte ein. Zudem wurde das Thema «Wohnen im Grünen» immer wichtiger, da dieses als sehr kinderfreundlich angesehen wurde. So entstanden Siedlungen wie Sunnebüel auf der grünen Wiese. Die Grosssiedlung Sunnebüel des Architekturbüros Gelpke Düby zeichnet sich durch das industrielle Grosstafelbausystem der Ernst Göhner AG aus, wodurch innert kürzester Zeit neuer Wohnraum geschaffen werden konnte. Die Siedlung musste jedoch von antikapitalistischen Architekturkritikern mit dem Buch «Göhnerswil. Bauen im Kapitalismus» grosse Kritik einstecken. Göhner wurde vorgeworfen, mit der industrialisierten Bauweise das grosse Geld zu machen und so die Wohnungsnot auszunutzen.

    Chronologie

    Die Siedlung Sunnebüel wurde durch die Architekten Wendel Gelpke und Hans Düby im Auftrag der Ernst Göhner AG in den Jahren 1965 bis 1973 in acht Etappen geplant und realisiert. Das ab 1966 in Volketswil produzierte Elementbausystem «Göhner 2» (G2), das von Gelpke Düby mitentwickelt worden war, kam hier erstmals zur Anwendung. In den Jahren 1995 bis 2007 passte das Architekturbüro Meili Peter Architekten AG die Wohnungsgrundrisse mittels Vorbauten vor den Wohnzimmern an die veränderten Wohnbedürfnisse an und modernisierte die Gebäudehüllen.

    Lage

    Die Siedlung Sunnebüel liegt mitten in Volketswil, westlich des alten Ortskerns und wird von mehreren Strassen erschlossen. Die südlich liegende und stark befahrene Zentralstrasse bildet den Anfangspunkt der Siedlung. Im Nordwesten befindet sich die Kindhauserstrasse, bei der die Siedlung endet. Im Nordosten wird die Siedlung durch die Sunnebüelstrasse erschlossen und im Südwesten über die Ifangstrasse. Verschiedene (Fuss-)Wege erschliessen von da aus die einzelnen Gebäude.

    Beschreibung

    Die Siedlung Sunnebüel ist als Trabantenstadt geplant, die als solche relativ unabhängig zur Kernstadt funktioniert und die Deckung des täglichen Bedarfs sowie Freizeitmöglichkeiten bietet. Sie besteht aus drei-, vier- und fünfgeschossigen Gebäuden, die insgesamt mehr als 1’000 Wohnungen enthalten. Die breit gelagerten, flach gedeckten Bauten sind in einer Netzstruktur mit jeweils vier Blöcken um einen begrünten Hof angeordnet. Die Blöcke sind in Einheiten mit je einem Eingang unterteilt, die teilweise leicht zueinander versetzt sind. Es gibt also Blöcke mit zwei bis drei Eingängen. Je nach Etappe sind die Eingänge mit einem Betonvordach akzentuiert oder weisen kubische, erkerartige Lifttürme auf. Die Fassaden der in acht Etappen realisierten Wohnblöcke unterscheiden sich kaum, was dem Elementbausystem, bei dem Betongrosstafeln verbaut wurden, geschuldet ist. Die Fenster folgen einem Raster. An den Süd- und Westseiten der Blöcke sind die Balkone jeweils in Achsen übereinander angeordnet und bei den älteren Etappen eingezogen, so dass sie nur leicht über die Fassadenflucht auskragen. Bei den jüngeren Blöcken zeigen sich die für das System G2 typischen, weiter auskragenden Balkone, die bei den Drei-, Vier- oder Fünfzimmerwohnungen dieselbe Grösse aufweisen. Die Gebäudehüllen bestehen seit der Sanierung aus einem Holzrahmensystem in Verbindung mit Feinsteinzeug-Mosaikplättchen und mineralischen Aussteifungsplatten. Jeder Block der Siedlung weist heute zudem eine individuelle Fassadenfarbe auf.

    Literatur

    Hämmig, Stefan; Schnüriger, Remo; Hari, Dennis. Ernst Göhner. Plattenbaueuphorie in Zürcher Oberland (Studienarbeit Hochschule Luzern – Technik und Architektur). Luzern 2018, S. 9–11, 21. – Furter, Fabian; Schoeck-Ritschard, Patrick. Göhner Wohnen. Wachstumseuphorie und Plattenbau. Baden 2013, S. 186–207. – Furter, Fabian; Schoeck-Ritschard, Patrick. Normierung für den Mittelstand, in: Heimatschutz 2/2013, S. 6–11. – SRF mySchool. Zeitreise: Göhnerswil (13/31) vom 19.11.2012. – Meili Peter Architekten, Sanierung «Göhnerswil» Volketswil, Projektbeschrieb 2007 (Typoskript). – Widmer, Sigmund. Ernst Göhner. Bauen in Norm. Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik Nr. 49. Meilen 1990, S. 39. – Bachmann, Heni, «Göhnerswil», Wohnungsbau im Kapitalismus. Zürich 1972. – Werner, Jehle. Die grünen Kinder: zu einem Dokumentarfilm von Kurt Gloor, in: Das Werk: Architektur und Kunst 4/1972, S. 229–230. – Gloor, Kurt (Regie/Produktion). Die grünen Kinder - Filmisch-empirisches Soziogramm. Zürich 1972. – Überbauung in Volketswil (ZH), in: Schweizerische Bauzeitung 44/1967, S. 799.

    Themen

    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Besmir Gashi

    loading

    Gerät drehen um die Architektubibliothek zu besuchen