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    Die als Werkbund-Siedlung projektierte Sonnhalde von Steiger Architekten Planer ist eine bedeutende Zeugin der städtebaulichen Ideale der 1960er- und 1970er-Jahre: Der in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs geforderte, bezahlbare und qualitativ hohe Wohnraum wurde auf der grünen Wiese verwirklicht. Abgelöst wurden die damals noch nicht sanierten, innerstädtischen Altbauquartiere. Die im Inventar der überkommunalen Denkmalschutzobjekte eingetragene Siedlung widerspiegelt aber auch die bautechnische und wirtschaftliche Entwicklung und ist ein aussergewöhnlich gutes Beispiel für die gelungene Verwendung der Grosstafelbauweise der Ernst Göhner AG. Die wellenförmige Konzeption der Baukörper mit ihrer Vielfalt von Grundrissvarianten und Dachgärten sowie die Brechung der langen Fassaden mit Loggien und Erschliessungskernen in Kombination mit den vielfältigen Aussenräumen mildern die grossen Volumina.

    Chronologie

    Die Siedlung Sonnhalde wurde im Auftrag der Ernst Göhner AG in den Jahren 1968 bis 1979 von den Architekten Steiger Architekten Planer und Walter M. Förderer entworfen und realisiert. Sie wurde als «Werkbund-Siedlung» begonnen, da sich der Schweizerische Werkbund veranlasst sah, sich mit der Grosstafelbauweise auseinanderzusetzen. Die Überbauung im Elementbausystem «Göhner 3» (G3) wurde in zwei Etappen erstellt: Die erste Bauphase von 1968 bis 1973 umfasste den Ostteil sowie das Zentrum der Siedlung. In der zweiten Bauphase wurde der Westteil errichtet, sie dauerte von 1972 bis 1979. Für die Landschaftsarchitektur zeichnete Christian Stern bzw. das Atelier Stern Partner aus Zürich verantwortlich. In den letzten Jahren wurden 11 der 13 Hauszeilen mit einer Aussenwärmedämmung versehen.

    Lage

    Die Wohnsiedlung liegt nordwestlich von Zürich, am Rand von Adlikon in der Gemeinde Regensdorf an einem leichten Südhang. Südlich und östlich wird sie je von einer Hauptstrasse begrenzt, der Buchserstrasse und der neuen Wehntalerstrasse. Die Hauszeilen des östlichen Siedlungsteils stehen in klarer Nord-Süd-Ausrichtung. Die Erschliessung erfolgt von Osten über verschlungene Quartierwege und gestaffelte Zugänge. Im Erdgeschoss weisen die Häuserzeilen jeweils Durchgänge für Fussgänger sowie verschiedene Tiefgarageneinfahrten auf. Im westlichen Siedlungsteil sind die Häuserzeilen Nordwest-Südost-orientiert und alle mit einer grossen Tiefgarage verbunden.

    Beschreibung

    Die in einer klaren Achsstruktur positionierten Hauszeilen von bis zu 260 Metern Länge schaffen 830 Wohnungen Raum. Mit einer wellenförmigen Auf- und Abtreppung variiert die Höhe der langgezogenen Baukörper zwischen drei und acht Geschossen. Diese Gebäudeform erlaubt eine grosse Vielfalt an Wohnungsgrössen, ermöglicht die Nutzung der Flachdächer und lockert die Seitenwände der Gebäudezeilen auf. Die ganze Siedlung wurde mit vorfabrizierten Betonelementen erstellt, die sich anhand des Fugenbildes an den Fassaden abzeichnen. Diese Tektonik wurde mit den Fassadensanierungen weitgehend erhalten: die Trennung der neuen Aussenwärmedämmung folgt der ursprünglichen Disposition. Die Fassaden sind mit Lochfenstern in normierten Formaten durchsetzt. An der Sonnenseite sind den Wohnungen Balkone vorgesetzt. Die ebenfalls normierten, gedoppelten Aussenräume sind jeweils fassadenparallel und leicht abgewinkelt positioniert. Die Eingangsseiten werden von den Lifttürmen der Erschliessungskerne überragt. Walter M. Förderer verlieh den Baukörpern eine abwechselnde und milde Farbigkeit.

    84% der Wohnungen besitzen vier und mehr Zimmer: Zielgruppe waren und sind Familien. Die Aussenräume unterstreichen diese Zielsetzung und bieten Spiel- und Sportplätze, Kindergärten, eine Teichanlage sowie einen zweigeschossigen Zentrumsbau. Um den im Zentrum liegenden Platz gliedern sich kreisförmig aneinandergebaute Gebäude, in denen ursprünglich eine Postfiliale, eine Bank, ein Laden und ein Kiosk untergebracht waren. Heute werden hier ein Restaurant, eine Bäckerei und ein Begegnungszentrum betrieben. Der parkartige, weitläufige Grünbereich ist zoniert und folgt mit künstlich angelegten Hügeln dem Wellenmotiv der Häuserzeilen. Eine Betonbrücke führt vom Zentrum über den Teich zum westlichen Siedlungsteil.

    Literatur

    Kanton Zürich. Inventar der überkommunalen Denkmalschutzobjekte: Wohnsiedlung «Sonnhalde». – Furter, Fabian; Schoeck-Ritschard, Patrick. Göhner Wohnen. Wachstumseuphorie und Plattenbau. Baden 2013, S. 102–121. – Furter, Fabian; Schoeck-Ritschard, Patrick. Normierung für den Mittelstand, in: Heimatschutz 2/2013, S. 6–11. – Noseda, Irma. Adlikon: Vorfabrikation, Grosssiedlung, in: Hochparterre 16/2003, S. 12–15. – Holzhausen, Klaus. Die vielfältigen Aussenräume der Siedlung Sonnhalde in Adlikon, in: Zeitschrift für Landschaftsarchitektur 15/1976, S. 3–19. – Holzhausen, Klaus. Hof des Quartierzentrums der Siedlung Sonnhalde in Adlikon ZH, in: Zeitschrift für Landschaftsarchitektur 14/1975, S. 6–9. – H. O. Siedlung und Zentrum «Sonnhalde» in Adlikon ZH, in: Schweizerische Bauzeitung 23/1974, S. 567–570. – Göhner Bauten in Adlikon und Langgrüt ZH, in: Das Werk 3/1972, S. 130–133. – o. A. Projekt Siedlung Adlikon, in: Werk-Chronik 11/1968, S. 749–756. – Schweizerischer Werkbund. SWB Kommentare 1, in: Das Werk 9/1967, S. 576–577.

    Themen

    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Linus von Känel

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