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    Sekundarschulhaus «Kubus»

    Ansicht Südost

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    Sekundarschulhaus «Kubus»

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    Sekundarschulhaus «Kubus»

    Innenraum (Gang)

    Sekundarschulhaus «Kubus»

    Innenraum (Treppenhaus)

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    Der «Kubus» gehört zu den frühen minimalistischen Bauwerken in der Region und setzte damit im ländlichen Rickenbach einen klaren, architektonischen Akzent. Die Orientierung des Mehrzwecksaals zum Dorf schafft eine Verbindung. Die grossflächige Verglasung wirkt wie ein Schaufenster und spiegelt die Aktivitäten der Gemeinde wider. Der «Kubus» erhielt die Auszeichnung «Gute Bauten im Kanton Luzern 1994–1998».

    Chronologie

    Steigende Schülerzahlen und der Bedarf nach flexibel, auch öffentlich nutzbaren Veranstaltungslokalen haben den Schulhausbau in den 1990er-Jahren in den Mittelpunkt vieler Schweizer Gemeinden gerückt. In Rickenbach fand 1995 ein Architekturwettbewerb für ein neues Oberstufenschulhaus als Ergänzung des seit 1966/67 bestehenden Primarschulhauses statt. Dieser wurde von Cometti Galliker Geissbühler Architekten mit dem Projekt «Kubus» gewonnen. Die Realisierung übernahm nach einer Neuaufstellung des Büros Hans Cometti. Der Bau konnte 1997 bezogen werden.

    Lage

    Die weitläufige Schulanlage von Rickenbach befindet sich südwestlich des Dorfkerns auf der Kuppe des Schnyderhügels und bildet ein Gegengewicht zur Pfarrkirche St. Margaretha, die 1958 von Fritz Metzger errichtet wurde. Der «Kubus» bildet den nordwestlichen Abschluss der Schulanlage.

    Beschreibung

    Die Sekundarschule und der Mehrzwecksaal sind in zwei langgestreckten, flach gedeckten Kuben untergebracht, die in der Länge verschoben und in der Höhe versetzt angeordnet sind. Der Sekundarschultrakt befindet sich auf dem Eingangsniveau und ist zum Altbau hin orientiert. Der Mehrzwecktrakt ist im Südosten in den Hang eingetieft und wird im Norden von der Buttenbergstrasse aus erschlossen. Schauseiten sind die beiden Längsfassaden. Die etwas über den Mehrzwecksaal ragende Sekundarschule wird durch grosse Bandfenster strukturiert. Einzig der eingezogene Eingangsbereich durchbricht die konsequente Gesamtform. Die Nordostfassade des überhohen Mehrzwecksaals wird von einer grossen Fensterfront dominiert. Die Stahlbetonkuben sind mit Eternitplatten verschalt und farblich differenziert: Die Sekundarschule ist hellgrau, der Mehrzwecksaal anthrazitfarben gestaltet. Die Platten sind vertikal angeordnet und schaffen damit ein Gegengewicht zur Horizontalität des Baukomplexes.

    Der Schultrakt umfasst sechs Klassenzimmer im Erd- und im Obergeschoss. Zusätzlich gibt es ein Naturlehrzimmer, einen Singsaal, einen Werkraum, einen Sitzungsraum und ein Jugendlokal. Im ersten Untergeschoss befinden sich der Materialraum der Turnhalle und technische Räume. In den Innenräumen dominiert als Material Sichtbeton. Einen Kontrast dazu bilden die Holztüren der Klassenzimmer, hölzerne Sitzbänke und Treppengeländer. Die Türen sind bündig eingesetzt; dies unterstützt die kubische Wirkung des Baus. Einen besonderen Akzent setzt das von einem Oberlicht erhellte Treppenhaus am Ende des Korridors, dessen Stirnwand mit einer grossen Uhr inszeniert ist.

    Literatur

    Gmür, Otti. Häuser – Dörfer – Städte. Architekturführer. Luzern, 2006, S. 196. – Wirz, Heinz (Hg.). Cometti Truffer (= De aedibus 58), Luzern 2005, S.16–17. – Erziehungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern (Hg.), Auszeichnung guter Bauten im Kanton Luzern 1994–1998, Luzern 1999, S. 28/29. – Friedli, Markus. Denkgebäude: drei Schulhausprojekte im Kanton Luzern, in: Werk, Bauen + Wohnen, 79/1992, S. 57–60.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Rahel Kost

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