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    Innenraum (Korridor)

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    Andy Raeber und Hugo Sieber haben die Herausforderung, die heterogene Baustruktur zu verbinden, hervorragend gelöst und mit dem Halbrund in Glasbausteinen einen eigenständigen Beitrag geleistet. Die neuen Putzfassaden sind zurückhaltend gestaltet und zollen den bestehenden Bauten Respekt: Ein qualitätsvoller Brückenschlag zwischen Alt und Neu, der durch die im Innern teilweise sichtbaren Fassaden der Altbauten noch verstärkt wird.

    Chronologie

    Die Gemeinde Alpnach errichtete 1916 ein erstes Schulhaus, geplant von den Architekten Schneider Sidler. 1958 wurde es um ein weiteres Schulhaus, eine Turnhalle und einen Singsaal ergänzt, verantwortlich dafür zeichnete Anton Mozzatti. Die Erweiterung der Schulhausanlage mit einem Primarschul- und einem Spezialtrakt in den Jahren 1990­ und 1991 basiert auf Plänen der Architekten Andy Raeber und Hugo Sieber, die mit ihrem Projekt den ersten Platz beim zuvor ausgeschriebenen Wettbewerb erreicht hatten. 2003 wurde die Schulanlage vom Architekten Mani Thür um einen weiteren Riegel ergänzt und 2012 durch die Imhof Architekten AG saniert.

    Lage

    Die Schulanlage befindet sich westlich des Dorfkerns von Alpnach und ist in ein Wohnquartier eingebettet. Die Erschliessung erfolgt über die Vockigenstrasse, die im Osten an der Anlage vorbeiführt und von der Schulhausstrasse gequert wird. Den Auftakt macht das Schulhaus von 1916, welches immer noch als Hauptbau wahrgenommen wird. Der Erweiterungsbau von Raeber Sieber verbindet die bis dahin locker platzierten, sehr unterschiedlich konzipierten Baukörper. Bestand und Erweiterung umschliessen heute den um eine Freitreppe erhöhten, zentralen Pausenplatz. Der jüngste Erweiterungsbau, ein Querriegel im Süden, unterstreicht die Torsituation zum Pausenplatz.

    Beschreibung

    Das ost-west-ausgerichtete Primarschulhaus grenzt unmittelbar an das Schulhaus von 1916 an und ist mittels eines Korridors im ersten und zweiten Obergeschoss mit ihm verbunden. Der dreigeschossige Riegel gründet auf einem durchlässigen Säulen- und Stützenraster. Der dadurch entstehende, gedeckte Aussenraum schützt den Haupteingang und bildet den neuen Verteiler für den Singsaal und die Turnhalle im Norden. Die beiden Obergeschosse des mit einer flachen Tonne gedeckten Putzbaus sind gerastert und mit liegenden Fensterformaten durchsetzt: Die Lage der Schulzimmer ist ablesbar. Der anschliessende Rundbau mit den Spezialräumen der Oberstufe schafft eine elegante Verbindung zum südwestlich liegenden Schulhaus von 1958. Seine markante Ostfassade besteht aus Glasbausteinen. Dahinter verbirgt sich der Erschliessungsgang, der sich entlang der bestehenden Turnhalle weiterzieht. Auch die hauptsächlich offene Erdgeschosshalle des Primarschulhauses ist im Anschlussbereich von einer Glasbausteinwand geprägt. Die Westfassade des halbrunden Pultdachbaus ist verputzt und wiederum gerastert: Das Erdgeschoss öffnet sich mit raumhohen Verglasungen zum Aussenraum. Die liegenden Fenster der Obergeschosse sind sechsteilig. Dem Zeitstil entsprechend ist der Traufbereich mit quadratischen Fensterluken akzentuiert.

    Die Besonderheit des Schulhauses, die Glasbausteinwand, bringt eine angenehm diffuse Helligkeit in die Flure. Die Glaswand ist um die Raumschicht der Betonsäulen ergänzt, die Rasterung der Schulzimmerwände ist weiter verdichtet. Oberlichter zu den Schulzimmern und Glasbausteineinlassungen im Boden unterstreichen das Lichtkonzept.

    Literatur

    Otti Gmür. Bauen in Obwalden 1928–98. Alpnach 1999, S. 38–39. – Werk-Material. Schulhauserweiterung Alpnach, in: Werk, Bauen + Wohnen 10/1992, S. 96ff. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1992, S. 223. – Gemeinde Alpnach (Hg.) Bericht und Antrag über das Kreditbegehren für die Erweiterung der Schulanlage von 1989. Alpnach 1989.
    Stand
    2018
    Bearbeitung
    Manuel Hartmann

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