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    Schulhaus Auen

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    Das Schulhaus Auen verbindet das Moderne mit dem Ländlichen. Das Bauvolumen ist äusserst geschickt in das geneigte Gelände eingebettet. Das Dach nimmt dessen Konturen auf. Schindelgrosse Fassadenplatten und Fensterläden schaffen eine Verbindung zu den umliegenden Hofstätten. Sichtbeton im Schulhausbau stellte in den 1950er-Jahren hingegen noch ein absolutes Novum dar und zeigt die Handschrift eines der wichtigsten Vertreter der Schweizer Nachkriegsmoderne: Jakob Zweifel.

    Chronologie

    Die Schulgemeinde Linthal gab den Architekten Jakob Zweifel und Willi Marti aus Zürich und Glarus 1958 den Auftrag für den Bau des Schulhauses Auen. Dieses gehört zu den letzten Schweizer Schulhäusern, die ausserhalb von Dorfkernen errichtet wurden, um den in den weitläufigen, ländlichen Streusiedlungen lebenden Kindern einen komfortabel kurzen Schulweg zu ermöglichen. Kurz danach setzte sich auch im Kanton Glarus die organisatorisch und wirtschaftlich günstigere Zentralisierung von Schulhäusern durch. 1999 wurde das Schulhaus Auen geschlossen, das Gebäude wird seither als Einfamilienhaus genutzt. Die ursprüngliche Nutzung ist kaum mehr zu erahnen, obwohl die Fassaden – abgesehen von der Farbe der Fensterläden – unverändert blieben.

    Lage

    Das Schulhaus Auen liegt gut drei Kilometer südlich des Dorfs Linthal am Ende des von einem Stausee abgeschlossenen Tals. Das alleinstehende Gebäude befindet sich in der Streusiedlung Auen, an einem mit Wiesland eingefassten Hang.

    Beschreibung

    Das Schulhaus besitzt einen Sockel, ein Haupt- und zwei Dachgeschosse, das Sockelgeschoss tritt jedoch nur talseitig zu Tage. Das Gebäude ist mit einem asymmetrischen Satteldach versehen, dessen Giebel quer zur Längenausdehnung verläuft. Mit einer langgezogenen Fläche folgt das Dach talseitig der Hangneigung. An der westlichen Traufseite verbindet eine überdachte Vorhalle mit einem Treppenhaus die beiden einstigen Schulgeschosse. Eine grosse Öffnung rahmt den Ausblick auf das Bergmassiv um den Chamerstock. Auf der Ostseite ist ein Nebeneingang in den Baukörper eingeschnitten. Das Sockel- und das Erdgeschoss sind in Sichtbeton ausgeführt, der Kernbau ist mit hellem Putz versehen. Die beiden oberen Geschosse sind als Holzkonstruktion aufgesetzt und mit Eternitschiefern verkleidet. Die Trennung von Massiv- zu Holzbau ist an der Nord- und an der Südfassade sichtbar. Diese beiden übergiebelten Fassaden sind mit Bandfenstern durchzogen. Das deutlich kleinere Fensterformat und die gelben Fensterläden im Dachgeschoss deuten auf die ehemalige Lehrerwohnung hin. Der Dachspitz ist verglast. Das Dach und die bergseitige Ostfassade sind mit schwarzblauem Eternitschiefer eingedeckt. Die Fenster folgen hier der Nutzung.

    Die Schulräume waren auf die unteren beiden Geschosse verteilt. Die grosse Fläche im Estrich über der Lehrerwohnung war für militärische Einquartierungen oder Jugendgruppen vorgesehen.

    Literatur

    Glarner Architekturforum (Hg.). Verborgen, vertraut. Architektur im Kanton Glarus von 1900 bis heute. Zürich 2011, S. 107–109. – Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.). Kunstführer durch die Schweiz (Bd. 2). Bern 2005, S. 35. – Jakob Zweifel, Architekt: Schweizer Moderne der zweiten Generation. [Baden 1996], S. 158. – Adler, Florian; Girsberger, Hans (Hg.). Architekturführer Schweiz. Zürich 1969, S. 173. – Burckhardt, Lucius; Burckhardt, Annemarie; Peverelli, Diego (Hg.). Moderne Architektur in der Schweiz seit 1900, Bd. 6: Innerschweiz: Uri, Schwyz, Unterwalden, Glarus, Zug, Luzern. Winterthur 1969. – Schulhaus Auen in Linthal: Schulhaus und Klassenzimmer, in: Werk 3/1961, S. 90–91.
    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Maja Roggenbach

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