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    Pfarrkirche St. Maria

    Ansicht Ost

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    Pfarrkirche St. Maria

    Ansicht Süd

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    Pfarrkirche St. Maria

    Ansicht Südwest

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    Pfarrkirche St. Maria

    Innenraum (Schiff)

    Pfarrkirche St. Maria

    Innenraum (Vorraum)

    Pfarrkirche St. Maria

    Innenraum (Oberlicht)

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    Die Pfarrkirche St. Maria steht in der Tradition von Le Corbusiers Manifest in Ronchamp und birgt zugleich Elemente des Brutalismus. Studer Studer Naef führten die plastische Formensprache in ihren verschiedenen Bauwerken konsequent weiter und erhielten dafür international Anerkennung. Die differenziert gestaltete Pfarrkirche Nebikon ist eine ihrer bedeutenden Bauten und als schützenswert eingestuft.

    Chronologie

    Die Architekten Ernst Studer, Gottlieb Studer und Joachim Naef konnten 1963 den Architekturwettbewerb für den Bau der Pfarrkirche St. Maria und des angrenzenden Gemeindehauses in Nebikon für sich entscheiden. Das Projekt wurde in den Jahren 1967/68 realisiert. 2001 musste das Kirchendach, das bereits kurz nach der Fertigstellung erste undichte Stellen aufgewiesen hatte, umfassend saniert werden.

    Lage

    Die Kirche bildet mit dem dazugehörigen Pfarrhaus und der naheliegenden Schule das Dorfzentrum von Nebikon. Ausser vom Kirchplatz wird das von einer grosszügigen Grünfläche umgebene Areal von der Kirchstrasse und dem Wiggerweg gefasst. Der Kirchplatz ist von allen Seiten des Dorfs aus zugänglich. Der Turm besetzt die südwestliche Ecke des Areals. Er steht an der Kante des zum Zusammenfluss von Wigger und Luthern hin stark abfallenden Geländes.

    Beschreibung

    Die Kirche besetzt das obere Geschoss des in das Gelände eingebetteten Baukörpers. Der Grundriss spannt sich fächerförmig auf. Die Sichtbetonfassaden sind weitgehend fensterlos und hell verputzt. Das über den gefalteten Wänden ansetzende Dach überspannt den Raum in drei Kaskaden und wird von verschiedenen Oberlichtern akzentuiert. Ursprünglich war es ein Nacktdach; seit der Sanierung ist es mit Blech, mit aufwändigen Falzkonstruktionen, ausgeführt. Aufgrund der Höhenstaffelung sind die Dachflächen sichtbar und tragen zur Gesamtwirkung massgeblich bei. Das Untergeschoss ist zur Kirchstrasse hin orientiert und birgt den Pfarreisaal. Der Bau ist hier mit markanten Sichtbetonpfeilern gegliedert, die Saalwände sind raumhoch verglast. Ein Vordach verbindet Turm und Kirche und schützt den Haupteingang an der Südwestecke des Baukomplexes. Die gerundeten Sichtbetonschalen des Turms weisen schmale, hohe Öffnungen auf und geben den Blick auf die Glocken partiell frei.

    Die gefalteten Fassaden formen im Innern viele Nischen, die unterschiedlich genutzt werden können. Die Höhenstaffelung zoniert den vom rauen Sichtbeton geprägten Raum. Im Zentrum des Kirchenschiffs steht der um eine Stufe erhöhte Altar. Der Grossteil der Belichtung erfolgt über die Oberlichter. Diese kontrastieren mit mehreren plastisch gefassten Wandöffnungen. Das künstlerische Konzept stammt von Robert Lienhard, Mandy Volz und Rolf Brem.

    Literatur

    Gmür, Otti. Häuser, Dörfer, Städte. Architekturführer Kanton Luzern. Luzern 2006, S. 269. – Heimatvereinigung Wiggertal (Hg.). Heimatkunde des Wiggertals 2001. Willisau 2001, S. 76–85. – Boga, Thomas. Ernst Studer, Architekt. Werkstattbericht 1. Zürich 1976, o. S. – Denkmalpflege und Archäologie (Hg.). Kantonales Bauinventar Luzern.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Flavia Gämperle

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