Ihre Suche ergab 4 Treffer

Treffer Ihre Suche ergab leider keine Treffer

    8001.03a_Les_Ambassadeurs
    8001.03b_Les_Ambassadeurs
    8001.03c_Les_Ambassadeurs
    8001.03d_Les_Ambassadeurs
    8001.03e_Les_Ambassadeurs
    8001.03g_Les_Ambassadeurs
    8001.03h_Les_Ambassadeurs

    OMEGA-Haus

    Ansicht West

    Download

    OMEGA-Haus

    Detail (Schaufenster)

    Download

    OMEGA-Haus

    Ansicht West

    Download

    OMEGA-Haus

    Ansicht Nordwest

    Download

    OMEGA-Haus

    Ansicht West

    Download

    OMEGA-Haus

    Ansicht Südwest

    Download

    OMEGA-Haus

    Detail (Eingang)

    Download
    8001.03a_Les_Ambassadeurs
    8001.03b_Les_Ambassadeurs
    8001.03c_Les_Ambassadeurs
    8001.03d_Les_Ambassadeurs
    8001.03e_Les_Ambassadeurs
    8001.03g_Les_Ambassadeurs
    8001.03h_Les_Ambassadeurs

    Mit seiner fugenlosen, blaugrünen Metallhaut setzte das OMEGA-Haus wenige Jahre nach dem Bau des Bally-Hauses und dessen expressiver Betonschottenkonstruktion einen weiteren innovativen, architektonischen Akzent an der Zürcher Bahnhofstrasse. Der Entwurf von Paul Steger ist geprägt von Überlegungen zur Kommunikation zwischen der offerierten Ware und der Kundschaft. Da Uhren nicht aus der Distanz betrachtet werden können, schuf er einen Vorbereich mit gekonnten Massstabssprüngen und generierte eine öffentliche «Open house»-Atmosphäre.

    Chronologie

    Das OMEGA-Haus, heute von Les Ambassadeurs genutzt, wurde von Paul Steger konzipiert und in den Jahren 1969 bis 1971 erbaut. Das Geschäftshaus wurde 2014 vom Zürcher Architekturbüro Meier + Steinauer Partner AG sanft modernisiert.

    Lage

    Das OMEGA-Haus steht an prominenter Lage in der Zürcher Bahnhofsstrasse und ist in die Bauflucht der ostseitigen Häuserzeile eingegliedert. Die ruhige, flächige Fassadengestaltung hebt sich sowohl  von der expressiv durchgliederten Fassade des kurz zuvor errichteten Bally-Hauses im Norden wie auch der historistischen Fassade des südlich angrenzenden Nachbargebäudes ab. Das Gebäude besitzt von der Bahnhofstrasse aus zwei Eingänge: einen grösseren Geschäftseingang sowie, auf der anderen Seite der Strassenfront, einen Personaleingang. Auf der Gebäuderückseite befindet sich ein enger, geschlossener Innenhof.

    Beschreibung

    Das Gebäude zeigt keine hervortretende Sockelzone, stattdessen sind der grösste Teil des Erdgeschosses und  des darüber befindlichen Mezzanins von der eigentlichen Fassadenebene zurückgesetzt. Über diesem  Präsentationsbereich sind drei Vollgeschosse und zwei gestaffelte, vom Strassenraum aus kaum wahrnehmbare Attikageschosse angeordnet. Abgeschlossen wird das Gebäude mit einem Flachdach. Die Fassade wird durch eine blaugrün lackierte, weitgehend fugenlosen Metallhaut gebildet, in der die schmalen, vertikalen Fenster mit abgerundeten Ecken geradezu wie eingestanzt wirken. Das dunkle Sonnenschutzglas harmoniert mit der Fassadenfarbe. 1963 war die Traufhöhe für die Bahnhofstrasse auf 20 Meter erhöht worden. Das benachbarte Bally-Haus nutzte dies aus und schuf einen harten Kontrast zum historischen Bestand. Das OMEGA-Haus vermittelt: Während die Traufkante auf das  Bally-Haus bezogen ist, befindet sich die horizontale Achse der Fenster im ersten Obergeschoss in der entsprechenden Höhenposition des historistischen Gebäudes im Süden. Hier ist auch  der Rücksprung der unteren Geschosse zurückgenommen, die Fassade hat so einen bündigen Anschluss an den Nachbarbau. Durch den  Kunstgriff der zurückgesetzten Erdgeschoss- und Mezzaninebenen sowie des dazwischen angeordneten, in den Strassenraum reichenden Vordachs entsteht eine eigene Zone zwischen Strasse und Ladenlokal: Die Passanten werden gewissermassen in die Geschäftsräume gezogen. Die Glasfront verbindet den Innen- und Aussenraum, was in der vornehmlich von  historistischen Gebäuden geprägten Einkaufsmeile revolutionär war. Das Vordach und das Firmenschild folgen in ihrer Materialisierung und Formgebung dem Gesamtkonzept der Fassadengestaltung. Die gerundeten Elemente im Schaufensterbereich und der Kontrast von dunkler Fassade und beleuchtetem Innenraum ziehen die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten auf sich.

    Um im Innern Flexibilität für wechselnde Abteilungen zu schaffen, wurden über 18,5 Meter frei spannende Decke eingebracht. Damit wurde eine freie Innenraumgestaltung durch die Dekorateure möglich. Das Design, die Material- und Farbwahl standen ursprünglich in einem harmonischen Zusammenhang zur äusseren Gestaltung. Böden, Wände und Decken waren einheitlich mit einem Velours-Spannteppich überzogen. Trotz des knappen Grundrisses wurden die – mit Untergeschoss – insgesamt fünf Verkaufsgeschosse im Sinne eines «Open house»-Konzepts mit schmalen Rolltreppen verbunden. Die Umbauarbeiten im Jahr 2014 brachten eine herkömmliche Treppe und eine neue Materialisierung der Innenräume.

    Literatur

    Huber, Werner. Läden öffnen, in: Hochparterre 6–7/2015, S. 28–31. – LES AMBASSADEURS, OMEGAHAUS, in: Stadt Zürich (Hg.). Bauten, Gärten und Anlagen 1960 bis 1980. Zürich 2013, S. 30–31. – Schweizer Heimatschutz (Hg.). Die schönsten Bauten 1960–75. Von Otterlo zur Ölkrise. Zürich 2013, Nr. 27. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1992, S. 202. – o. A. Omega-Haus Zürich, in: Das Werk 8/1973, S. 956–957. – o. A. Spezialverkaufsgeschäft «Les Ambassadeurs» in Zürich, in: Bauen + Wohnen 8/1971, S. 337–342.
    Stand
    2021
    Bearbeitung
    Luca Sennhauser

    loading

    Gerät drehen um die Architektubibliothek zu besuchen