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    Nägeliseehof

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    Nägeliseehof

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    Nägeliseehof

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    Nägeliseehof

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    Nägeliseehof

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    Nägeliseehof

    Detail (Treppe)

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    Das «dänische» Bauernhaus war eine funktionale wie gestalterische Innovation: Neben dem wohl ersten Offenstall der Schweiz löste sich Bertha Rahm in Hallau auch von dem traditionell-ländlichen Landistil: Die Besonderheit des nordischen Einflusses in den 1950er-Jahren kann heute kaum noch abgeschätzt werden.

    Chronologie

    Der Aussiedlerhof Nägeliseehof wurde 1951 nach erfolgreichen Güterzusammenlegungen errichtet. Karl Schelbli beauftragte damit Bertha Rahm, die erste Schweizer Architektin, die in den Architektenverband SIA aufgenommen wurde. Schelbli und Rahm verband eine grosse Begeisterung für Dänemark, beide hatten das Land während längerer Aufenthalte kennen und schätzen gelernt. Das Konzept für den Hof mit dem wohl ersten Offenstall der Schweiz war entsprechend gestalterisch von Skandinavien inspiriert. Der Stall wurde wenig später geschlossen. Das Betriebskonzept des 35 Hektar umfassenden Mischhofs wurde mehrfach der Marksituation angepasst. Produziert wurde und wird Getreide, Raps, Sonnenblumen, Mais und Wein. Die Milchkuhhaltung wurde zuerst erweitert, 2007 dann in einen Mastbetrieb umgewandelt. Im Jahr 2005 wurde eine Gaststube, 2016 ein externes Geflügelmastzentrum errichtet. Aktuell (2019) wird ein Stöckli gebaut, um die Betriebsübernahme durch die dritte Generation zu sichern.

    Lage

    Der Nägeliseehof liegt gut zwei Kilometer nordöstlich von Hallau auf 542 Meter über Meer. Das leicht hügelige Areal ist von grossflächigen Gras- und Ackerflächen sowie von Wald geprägt. Der Baukomplex umfasst einen Wohn- und einen Stalltrakt, die mit einer Schleuse verbunden sind. Er erstreckt sich in West-Ost-Richtung parallel zum Hang und ist von Osten erschlossen. Die Stallerweiterung verlängert den Baukomplex im Westen, ein weiterer Trakt und die Gaststube befinden sich nordöstlich des Kernbaus.

    Beschreibung

    Die einzelnen Teile des Baukomplexes sind leicht gestaffelt aneinandergereiht und mit Satteldächern gedeckt. Die Holzkonstruktion ist mit einer vertikalen Brettschalung verkleidet, die im Bereich des ehemaligen Offenstalls locker gesetzt, im zweigeschossigen Wohnteil hingegen mit Leisten geschlossen und markant braunrot gestrichen ist. Einzig die den Wohnteil im Westen abschliessende, massive Brandwand sticht hervor. Die gestalterische Qualität zeigt sich an Details: Einem Teil des Stalls ist etwa ein offenes Aussenlager, eine feingliedrige Holzgerüstkonstruktion, vorgeblendet.  Die Fenster des Wohnteils sind mit grünen Klappläden versehen, in die Blattornamente eingeschnitten sind.

    Funktional ausgereift gestaltet sich vor allem die Grundrissorganisation mit Schleuse, die auch die Waschküche und Wirtschaftsräume beinhaltet. Eine weitere Innovation war etwa die Raumspartreppe mit versetzten Tritten zum Heuraum.

    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Marion Sauter, Benno Furrer

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