Ihre Suche ergab 4 Treffer

Treffer Ihre Suche ergab leider keine Treffer

    6005.08a_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08b_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08c_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08d_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08e_Appartementhaus_Lindengartenhof

    Lindengartenhof

    Ansicht NO

    Download

    Lindengartenhof

    Ansicht S

    Download

    Lindengartenhof

    Ansicht NW

    Download

    Lindengartenhof

    Detail (Fassade)

    Download

    Lindengartenhof

    Eingang

    Download
    6005.08a_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08b_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08c_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08d_Appartementhaus_Lindengartenhof
    6005.08e_Appartementhaus_Lindengartenhof

    Der Wohnbau besticht durch seine kubische Ausbildung, seine reiche Detailsprache und seine differenzierte Fassadengestaltung. Mit dem an einen Schiffsbug erinnernden Kopfbau und der sensiblen Staffelung des Gebäudes in der Höhe wie in der Tiefe wird die gestalterische Vielfalt in der Art des Neuen Bauens besonders gut deutlich. Das Appartementhaus Lindengartenhof übernahm vom nahen Dulaschulhaus das Motiv des gerundeten Abschlusses und beeinflusste damit weitere benachbarte Gebäude, mit seiner geschmeidigen, kompakten Gebäudeform setzte es Massstäbe für das städtebauliche Umfeld.

    Chronologie

    Das Appartementhaus Lindengartenhof wurde in den Jahren von 1938 bis 1940 von den Architekten Albert Westermayer und Werner Ribary in zwei Bauabschnitten realisiert: Westermayer befasste sich mit dem Kopfbau im Norden und Ribary mit dem l-förmigen Gebäudeteil im Süden der Parzelle. Die Qualitäten des im Stil des Neuen Bauens errichteten Appartementhauses werden durch einige jüngere Renovierungen etwas beeinträchtigt.

    Lage

    Der Lindengartenhof liegt an der Taubenhausstrasse 2–6, am nördlichen Rand des Obergrundquartiers und im Anschluss an das Dulaschulhaus. Die gerade Hauptfassade des Appartementhauses folgt der Taubenhausstrasse und endet im Norden in einem gerundeten Kopfbau, der den gewundenen Strassenverlauf übernimmt. Durch diese Setzung entsteht im Westen ein grosser Innenhof, welcher sich zum Sälihügel hin öffnet. Im Innenhof sind eine Grünfläche und ein Sitzplatz angelegt.

    Beschreibung

    Der Gebäudekomplex zählt sechs Vollgeschosse und ein zurückversetztes Attikageschoss mit umlaufender Dachterrasse. Wie die Gebäudeform ist auch der Fassadenaufbau der Situation entsprechend differenziert. Das Erdgeschoss ist erhöht, der Sockel jedoch kaum abgesetzt. Die Fenster der Wohngeschosse sind identisch angeordnet. Ein besonderes Gestaltelement bilden die gerundet auskragenden Balkone: Ihre Einfassungen setzen sich aus einer niedrigen, verputzen Brüstung und einem filigranen Metallgeländer zusammen und markieren so die Horizontale. Der umlaufende Balkon im fünften Geschoss fasst nahezu die gesamte Strassenfront zusammen und ist mit einem feinen Staketengeländer versehen. Das horizontale Element erfährt dadurch eine Betonung und leitet zum Attikageschoss über. Dasselbe Prinzip wurde auch auf der Hofseite angewendet. Die drei Haupteingänge an der Ostfassade sind wie Loggien ausgebildet. Ein filigranes Vordach, gerundete Leibungen und Stufen fassen die Türen. Im Innenhof ist das mittlere Treppenhaus azentrisch angeordnet und als Risalit ausgebildet. Auch ein Teil der Fassade kragt vor, es entsteht eine subtile Schichtung. Zwei weitere Treppenhäuser befinden sich in den Ecken des Innenhofes. Alle Treppenhäuser sind mit vertikalen Fensterbändern gekennzeichnet. Die beiden Bauabschnitte korrespondieren sehr gut miteinander. Einzig die heutige Zweifarbigkeit der Putzfassade – ocker und mintgrün – macht die Gebäudeteile sichtbar. In vielen Details am ganzen Appartementhaus ist eine ausgesprochene Modernität spürbar, besonders in den Bandfenstern mit Schiebeläden im nördlichen Gebäudeabschnitt von Albert Westermayer.

    Literatur

    Gmür, Otti. Architekturführer Luzern. Spaziergänge durch Raum und Zeit. Architekturführer Luzern. Luzern 2003, S. 125. – Ineichen, Hannes; Zanoni, Tomaso. Luzerner Architekten. Architektur und Städtebau im Kanton Luzern 1920–1960. Zürich/Bern 1985, S. 89.

    Themen

    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Erich Lussi

    loading

    Gerät drehen um die Architektubibliothek zu besuchen