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    Landessender Beromünster

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    Landessender Beromünster

    Innenraum (Ausstellung)

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    Der ehemalige Landessender Beromünster ist ein aufsehenerregender, vielschichtiger Vertreter des Neuen Bauens in der Innerschweiz und steht im Unterschied zu vergleichbaren Gebäuden in der freien Landschaft. Es wäre wünschenswert, den historisch bedeutungsvollen Komplex in den ursprünglichen Zustand von 1931 zurückzubauen.

    Chronologie

    1931 wurde der vom Berner Architekt Hermann Stoll entworfene Landessender Beromünster unter grosser Beteiligung der Bevölkerung eröffnet. Von 1946 bis 1948 konnte das Gebäude ausgebaut und somit vergrössert werden. Dies übernahm die Direktion der Eidgenössischen Bauten beziehungsweise deren Mitarbeiter und späterer Direktor Jakob Ott, der zuvor im Büro von Hermann Stoll tätig gewesen war. Auf Grund neuer Verordnungen betreffend Strahlenbelastungen musste der Sender 2008 abgeschaltet werden. Der Künstler Werner «Wetz» Zihlmann übernahm die Anlage 2010 und initiierte das Kulturprojekt Kunst und Kultur im Landessender Beromünster (KKBL).

    Lage

    Die Gebäude des ehemaligen Landessenders Beromünster liegen an der Hauptstrasse zwischen Sursee und Beromünster, auf dem Gebiet der Gemeinde Gunzwil. Den Kern der Anlage bildet der Bau von 1931. Die späteren, funktionalen Erweiterungen im Nordosten ergänzen die Situation zu einem eher willkürlich anmutenden Komplex.

    Beschreibung

    Der Kernbau von 1931 orientiert sich entlang der Strasse. Unter dem Flachdach zeigt er drei Geschosse: Das ins Terrain eingetiefte Sockelgeschoss, das Hauptgeschoss und das zurückversetzte Attikageschoss. Das Sockelgeschoss ist regelmässig mit Fenstern versehen. Die gewinkelte zweiläufige Eingangstreppe führt auf einen Loggiengang, der mit einem hoch ansetzenden Fensterband versehen ist und insgesamt den augenfälligsten gestalterischen Akzent setzt. Zudem tritt der Bereich mit dem eingezogenen Gang gegenüber dem Bereich jenseits der Treppe vor, wodurch mehrere Fassadeebenen entstehen. Die ehemals helle Putzfassade zeigt sich heute in einem dunklen Bordeaux und umschliesst im Zentrum die gelb gestrichene Loggia . Die Wandfläche im Südosten ist mit einem quadratischen, mittig angeordneten Fenster akzentuiert, der grössere Teil im Nordosten ist mit einem grösseren Fenster liegenden Formats und dem Schriftzug «Landessender Beromünster 1931» bestückt. Sämtliche Fenster sind bündig eingesetzt und betonen somit die kubischen Formen. Die Rückseite und die Anbauten im Nordosten sind mit Wellblechen und ebenen Paneelen verkleidet.

    Der Kern der Anlage, der ehemalige Senderraum, ist zweigeschossig. Er umfasst das Haupt- und das Attikageschoss und ist aufgrund einer Reihe von Bandfenstern lichtdurchflutet. Der Raum präsentiert sich (wieder) in einem hellen Anstrich, die Decke ist aktuell (noch) mit gelblichen Akustikplatten bestückt.

    Literatur

    Laubacher, Radka. «So oder andersch»: Kultur im Landessender Beromünster, in: SRF Regionaljournal Zentralschweiz (online) 7.10.2015. – Berger, Philipp. Kunst löst Radio im Landessender ab, in: Neue Luzerner Zeitung (online) 14.12.2011. – Schweizer Radio DRS (Hg.). Landessender Beromünster: Die Geschichte, in: srf (online) o.J. – Ott, Jakob. Der Bund baut, in: Werk 11/1963, S. 413–416. – Denkmalpflege und Archäologie (Hg.). Kantonales Bauinventar Luzern.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Simon Räber

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