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    Kunsthaus Pasquart

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    Kunsthaus Pasquart

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    Kunsthaus Pasquart

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    Kunsthaus Pasquart

    Innenraum (Foyer)

    Kunsthaus Pasquart

    Innenraum (Treppe)

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    Mit dem monolithischen Kubus ist es Diener & Diener Architekten gelungen, das Kunsthaus Pasquart zu einem stimmigen Ensemble zu ergänzen. Unter grösstmöglicher Erhaltung des klassizistischen Spitalbaus kreierten sie eine moderne museale Infrastruktur und setzten zugleich ein signifikantes architektonisches Statement zum Bauen im Bestand.

    Chronologie

    Das Kunsthaus Centre d’art Pasquart setzt sich aus drei Trakten zusammen: Der älteste Trakt im klassizistischen Baustil war ursprünglich ein Spital und wurde 1866 vom Architekten Hans Rychner errichtet. Er bildet den Kern des Gebäudekomplexes. Der gestaltadaptierende Anbau eines Altersheims im Westen aus dem Jahr 1955 wird heute als Atelierhaus und Büroräumlichkeiten genutzt. Nach einem zweistufigen Wettbewerb im Jahr 1994 wurde der östliche Anbau nach dem Entwurf des Basler Büros Diener & Diener Architekten bis 1999 realisiert. Das Museum für zeitgenössische Kunst Pasquart konnte am 1. Januar 2000 wiedereröffnet werden.

    Lage

    Das Kunsthaus Pasquart befindet sich am nördlichen Rand der Bieler Neustadt, am Hang oberhalb der Kreuzung Spitalstrasse-Seevorstadt. Die drei Trakte erstrecken sich abgetrennt durch eine Grünfläche entlang der stark befahrenen Hauptstrasse Seevorstadt, die den Bielersee mit der Altstadt verbindet. Das Museum wird über eine breite Einfahrt von der Seevorstadt aus erschlossen. Der Haupteingang befindet sich im Erdgeschoss des Neubaus. Unmittelbar oberhalb der Parzelle verläuft eine Bahntrasse. Die dahinter gelegene, überwachsene Steinmauer des Collège de la Suze bietet dem Museumsgelände einen malerischen Hintergrund.

    Beschreibung

    Der im Gegensatz zum westlichen Anbau autonom gestaltete Diener & Diener-Trakt ist dreigeschossig. Das Flachdach endet knapp unter dem First des klassizistischen Haupttrakts, eine tiefe Fuge am Übergang und die leicht zurückgesetzte Fassadenebene des Neubaus grenzen die beiden Trakte voneinander ab. Über einem annähernd quadratischen Grundriss erhebt sich ein verglastes Eingangsgeschoss, darüber kragen strassenseitig die zwei Obergeschosse aus. Einen weiteren Versprung beschreibt das zweite Obergeschoss bergseitig Richtung Bahntrasse. Im ersten Obergeschoss setzen jeweils drei hochrechteckige Fenster in den Fassaden nach Norden und Süden vertikale Akzente. Darüber befindet sich ein Oberlichtsaal, dessen Wandflächen vollständig geschlossen ausgebildet sind. Die Fassadenhülle ist flächig mit jeweils um ein halbes Tafelformat versetzt angeordneten Bändern aus grüngrauen Granitplatten verkleidet.

    Das grosszügige und zum Vorplatz und Hang hin verglaste Foyer bildet gleichzeitig den Verteiler des Kunstzentrums. Das erste Obergeschoss ist in drei mittig verbundene Säle unterteilt, die jeweils durch diagonal gesetzte Fenster belichtet werden. Hauptausstellungsfläche des Neubaus ist der ausschliesslich von oben belichtete «Salle Poma» im zweiten Obergeschoss. Der Saal verfügt über einen quadratischen Grundriss und eine stattliche Raumhöhe von fast sechs Metern. Um die Geschosshöhen des ehemaligen Krankenhauses und des Neubaus zu verbinden, wurde die Haupttreppe im klassizistischen Stil um einen halben Lauf nach unten erweitert. Die historischen Trakte wurden sensibel renoviert und der neuen Nutzung angepasst.

    Literatur

    Diener, Roger. Neue Kategorien von Entwurf und Denkmalpflege: Eine Betrachtung aus der Praxis, in: Schwabe (Hg.). Nützlich oder überflüssig? Nécessaires ou superflus?, in: Die Leitsätze zur Denkmalpflege in der Schweiz / Les principes pour la conservation du patrimoine culturel bâti en Suisse. Basel 2017, S. 83. – Loderer, Benedikt. Ein innerer Leuchturm, in: Bieler Tagblatt 4.10.2016, S. 14. – Erziehungsdirektion des Kantons Bern. Amt für Kultur. Denkmalpflege (Hg.). Bauinventar Gemeinde Biel/Bienne. Seevorstadt 71a. Bern 2012. – Baumberger, Christoph. Gebaute Zeichen: Eine Symboltheorie der Architektur. Heusenstamm 2010, S. 413. – Loderer, Benedikt. Warum Biel besonders ist, in: Eine Stadt bricht auf: Beilage zu Hochparterre 3/2010, S. 4–5. – Ammann, René. Vier Vernissagen und ein Altersheimausflug: Architekturführer Biel/Bienne im Centre PasquArt, in: Hochparterre 18/2005, S. 68–69. – Architekturforum Biel (Hg.) Architekturführer Biel/Guide d’ architecture Bienne. Zürich 2005, Nr. 29. – Schläppi, Christoph; Graser, Jürg. Centre PasquArt, Sanierung und Erweiterung, in Werk, Bauen + Wohnen 88/2001, S. 66. – Hönig, Roderick. Die anspruchsvolle Bescheidenheit: Centre PasquArt, in Biel, Diener & Diener, in: Hochparterre 13/2000, S. 1–7. – Lampugnani, Vittorio Magnago. Centre PasquArt, Biel, in: ATU PRIX 2000, S. 9–10.
    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Bianca Badihi

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