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    Kirchgemeindehaus Farel

    Ansicht Nordwest

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Ansicht Nord

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Detail (Fassade)

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Ansicht Süd (Gartenhof)

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Detail (Pfeiler)

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Detail (Gartenhof)

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    Kirchgemeindehaus Farel

    Detail (Treppenhaus)

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    Das ehemalige Kirchgemeindehaus Farel, das sichtlich mehrere Funktionen vereint, ist ein Frühwerk von Max Schlup. Es zeigt jedoch bereits die für den Protagonisten der Solothurner Schule typische, qualitätsvolle Kombination aus nachvollziehbarer Konstruktion und darauf abgestimmter, vielfältiger Materialisierung. Mit der vorbildlichen, denkmalgerechten Sanierung konnte die erste Vorhangfassade im Kanton Bern sowie insgesamt die stimmungsvolle Gebäudegestaltung für die kommenden Jahrzehnte gesichert werden.

    Chronologie

    Das sogenannte Farelhaus wurde in den Jahren 1957 bis 1959 im Direktauftrag der evangelisch-reformierten Gesamtkirchgemeinde durch den Bieler Architekten Max Schlup realisiert. Im Jahr 2015 wurde es von fünf Bieler Architekten erworben. Eine sensible Sanierung durch die 0815 Architekten brachte dem denkmalgeschützten Bauwerk seine ursprüngliche Klarheit zurück.

    Lage

    Das Farelhaus befindet sich an prominenter Lage im Zentrum der Bieler Neustadt, in unmittelbarer Nähe des Zentralplatzes. Die Blockrandbebauung öffnet sich hier auf den weiten Stadtraum. Der Bau ist in die Häuserzeile entlang der Schüsspromenade eingebettet. Der Zugang zum Gebäude erfolgt nordseitig über den Oberen Quai. Auf der Rückseite schliessen ein Gartenhof und ein solitär platzierter Veranstaltungssaal an.

    Beschreibung

    Das sechsgeschossige Farelhaus nimmt die Dimensionen und die Massstäblichkeit der Häuserzeile entlang des Oberen Quais auf. Das Tragwerk, ein Betonskelett, ermöglichte das Anbringen einer äusserst schlichten wie eleganten Vorhangfassade aus Leichtmetall. Die unterschiedlichen Nutzungsarten – Wohnen, öffentliche Nutzung und Gewerbe – sind an der Aufteilung der Fassade abzulesen. Im Erdgeschossbereich verfügt das Mehrzweckgebäude über eine hohe Transparenz, die den Aussen- und den Innenraum verbindet. Das zurückgesetzte Erdgeschoss wird von dunklen Stützen rhythmisiert. Der Eingangsbereich gewährt erste Einblicke in den Gartenhof, der mit einem Wasserbecken, einer Skulptur von Willy Leiser und Backsteinwänden zum Verweilen einlädt. Zudem ist die eingehängte, skulpturale Treppe zum ersten Obergeschoss sichtbar. Das Erdgeschoss steht seit 2016 der öffentlichen Nutzung zur Verfügung und hat sich rasch zu einem kulturellen Zentrum mit urbanem Charakter entwickelt. Die Fassade der Obergeschosse zeichnet sich durch ein feines, bandartiges Raster aus, das durch die Leichtmetallrippen und dunkle Brüstungselemente gebildet wird. Den oberen Abschluss des Baus bildet eine Attika mit Terrasse, die durch eine Überdachung zoniert und in ihrer Materialisierung und Farbgebung dem Erdgeschoss ähnlich ist. Der trapezförmige Saal hinter dem Gartenhof ist mit einem Pultdach gedeckt, die Schräge spiegelt sich in der eingestellten, kräftigen Stahlkonstruktion wider.

    Im Innern des Farelhauses befindet sich ein multifunktionaler Kosmos aus Mehrzweckräumen, Büros, Wohnungen, Bistro und Veranstaltungssaal. Das Betonskelett ermöglicht eine flexible Nutzung. Die räumlichen Sequenzen des Farelhauses unterscheiden sich durch ihre Materialisierung und in ihrer Transparenz zwischen Innen und Aussen, privat und öffentlich.

    Literatur

    Farelhaus AG: Haus: Wo Stil und Kultur Geschichte haben, in: www.farelhaus.ch (29.4.2019). – Furrer, Bernhard. Das Wunder von Biel, in: Espazium (online) 9.6.2017. – Frank, Susanne. Der Nutzer passt sich dem Haus an, in: Espazium (online) 16.3.2017. – Kurz, Daniel. Eine Zukunft für das Farelhaus in Biel, in: Werk, Bauen + Wohnen (online) 24.10.2016. – Erziehungsdirektion des Kantons Bern, Amt für Kultur. Denkmalpflege (Hg.). Bauinventar Gemeinde Biel/Bienne. Oberer Quai 12. Bern 2012. – Füeg, Franz; Gasser, Jürg; Penzel, Christian; Schläppi, Christoph; Tschanz, Martin. Max Schlup, Architekt/architecte. Sulgen 2013, S. 60–79. – Architekturführer Biel/Guide d’architecture Bienne. Zürich 2005, Nr. 44.
    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Michal Joana Wipf

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