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    Kantonsschule Sursee

    Ansicht Nordwest (Hof)

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    Kantonsschule Sursee

    Ansicht Südost (Hof)

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    Kantonsschule Sursee

    Fassade (Detail)

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    Kantonsschule Sursee

    Innenraum (Foyer)

    Kantonsschule Sursee

    Innenraum (Treppe)

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    Der Bau der Kantonschule Sursee war für Max-Milian Wandeler keine ganz neue Aufgabe, zwei Jahre zuvor hatte er in Reussbühl bereits einen ähnlichen Schulkomplex errichtet. Die Erfahrung und das wiederum modulare System halfen, das Grossprojekt in Sursee innerhalb kürzester Zeit realisieren zu können. Systembauweise und Rasterfassaden sind typische Charakteristika des Funktionalismus in der Nachkriegszeit. Trotz des Rasters flossen die Wünsche und Bedürfnisse der Bauherrschaft individuell in die Grundrisse ein. Die präzise Setzung schafft aussenräumliche Qualitäten für die Schulanlage und fügt diese gut in die Umgebung ein.

    Chronologie

    Nach einer Planungsphase von nur wenigen Monaten konnte 1971 mit dem Bau der Kantonsschule Sursee begonnen werden. Ein knappes Jahr später war der Bau fertiggestellt. Die Erweiterung des Turnhallenflügels um vier weitere Rasterfelder in den Jahren 1984/85 erfolgte ebenfalls unter der Leitung von Max-Milian Wandeler. Für die Schliessung der Eingangsloggia und den Ausbau des Untergeschosses zu Werk- und Zeichenräumen in den Jahren 1995/96 zeichnete das Surseer Architekturbüro Werner R. Hess AG verantwortlich. In den Jahren 2011 bis 2016 erfolgte die Sanierung der Kantonsschule durch die Mai Architektur GmbH.

    Lage

    Der Baukomplex befindet sich an der Moosgasse im nördlichen Teil von Sursee, am Rand der Industriezone, umgeben von der Eishalle, dem Fussballstadion und Tennisplätzen.

    Beschreibung

    räumliche Abgrenzung vom umgebenden Industriegebiet. Die Schulanlage wird im Südosten von einem ausladenden Hauptgebäude akzentuiert. Der im Grundriss quadratische Bau ist als einziger viergeschossig. Sein Dachgeschoss ist jedoch allseitig zurückversetzt, wodurch eine grosszügige Dachterrasse entsteht. Die gesamte, flach gedeckte Schulanlage ist mit einem modularen Fassadensystem gegliedert, basierend aus einem Raster von 2,40 mal 2,40 Metern. Mit der gewählten Mischbauweise aus vorfabrizierten Betonelementen und Ortbeton konnte ein schnelles und kostengünstiges Vorgehen erreicht werden. Die mit grauen Platten ausgefachten Fensterbrüstungen unterbrechen das vertikale Stützenraster und schaffen so eine horizontale Komponente. Die Eckverbindungen adaptieren die differenzierte Detailausbildung. Der Baukomplex ist jedoch nicht völlig konform gestaltet. Das Hauptportal an der Ostfassade spannt beispielsweise über sechs Felder, es unterbricht das Raster und vereint jeweils zwei Felder. Die Turnhalle besitzt Fenster, die über zwei Rasterfelder laufen und mit feinen Sprossen getrennt sind.

    Das Raster prägt auch die Innerräume und die Grösse der Schulzimmer. Ein Schulzimmer umfasst zwölf Rasterquadrate und damit knapp 70 Quadratmeter. Die meisten Schulzimmer sind im Ostflügel des Hauptgebäudes zusammengefasst. Der Nordflügel beinhaltet einen Singsaal, eine Aula sowie einen Werkraum und die Umkleidekabinen für die beiden übereinanderliegenden Turnhallen, die den Westtrakt füllen. Der konstant orthogonale Aufbau der Kantonsschule wird einzig durch die zentrale Treppe im Hauptgebäude unterbrochen. Sie windet sich mit halbrunden Treppenpodesten durch das Foyer und endet im Dachgeschoss, in welchem sich die Mensa befindet.

    Literatur

    Gmür, Otti. Häuser, Dörfer, Städte. Architekturführer Kanton Luzern. Luzern 2006, S. 101, S. 228. – Brentini, Fabrizio (Hg.). Die Bauten der Kantonsschule Sursee im Lichte der modernen Mittelschularchitektur in der Deutschschweiz. Luzern 2005. – Albisser, Carmen. Baugeschichte und Beschreibung der Kantonsschule Sursee. Luzern 2005, S. 94–102. – Brentini, Fabrizio. Interview mit Max Wandeler, in: Einblicke – Die Hauszeitschrift der Kanti Sursee 2/2003, S. 4–10. – Denkmalpflege und Archäologie (Hg.). Kantonales Bauinventar Luzern.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Jan Lindauer

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