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    Die formal wie materiell reduziert gestalteten Badener Kantonsschulbauten von Fritz Haller gehören zu den wichtigsten architektonischen Beispielen der Nachkriegsmoderne in der Schweiz. Eine strenge Rasterung und eine Ästhetik, die sich aus der Konstruktion und der Funktion herleiten, sind zentrale Merkmale dieser Epoche beziehungsweise der Prämisse der sogenannten «Solothurner Schule». Ebenso steht die Kantonsschule Baden exemplarisch für Fritz Hallers kontinuierliche Systematisierung der Konstruktion in Verbindung mit einer präzisen, industriellen Produktion der Bauteile.

    Chronologie

    Nach einem Wettbewerb beauftragte der Kanton Aargau im Jahr 1957 den Architekten Fritz Haller, der bis 1962 noch zusammen mit seinem Vater Bruno arbeitete, mit dem Bau der Kantonsschule. Nach zahlreichen politischen und finanziellen Hürden konnte 1960 mit dem Bau der fünf «Haller-Bauten» – einem Hauptbau, zwei Klassentrakten, einer Aula und einer Turnhalle – begonnen werden. Die Schulgebäude waren 1964 bezugsbereit. In den 1970er-Jahren wurde die Schulanlage – abweichend von Fritz Hallers Konzept für künftige Bauten – aufgrund der ansteigenden Schülerzahlen und neuer Fachangebote um weitere Trakte, unter anderem einen Naturwissenschaftstrakt, erweitert. Den Entwurf lieferten Marc Funk und Hans Ulrich Fuhrimann, die sich der «PAS», der Planungsgruppe Aargauer Schulen, angeschlossen hatten. Die «Haller-Bauten» wurden ab 2000 von der Burckhardt + Partner AG sowie Zulauf & Schmidlin Architekten sorgfältig saniert. 2012 wurden ein Schulraum- und ein Sporthallenprovisorium erstellt, die bis 2027 einer neuerlichen Erweiterung weichen sollen.

    Lage

    Die Kantonsschule erhebt sich auf einer Anhöhe oberhalb der Limmat östlich der Badener Altstadt. Das baumbestandene Schulareal grenzt im Westen an die Seminarstrasse, im Norden an die Wettingerstrasse. Auf der Ostseite des Areals befindet sich das grosse Sportfeld und die Parkplatzanlage der Schule, die Erschiessung hier erfolgt über die Schönaustrasse. Das Schulareal ist entsprechend eines Pavillon-Konzepts gegliedert. Die von Fritz Haller entworfene Aula bildet heute den Mittelpunkt des Schulgeländes, die weiteren vier Gebäude von Haller befinden sich westlich davon; die Baugruppe im Osten stammen von Funk und Fuhrimann. Von der Seminarstrasse aus führt eine Treppe auf das höher gelegene Schulareal, daraus entwickelt sich die nördliche Erschliessungsachse der Schule. Oberalb der Wegachse, parallel zur Wettingerstrasse, positioniert sind die beiden Unterrichtstrakte, unterhalb davon das Hauptgebäude mit dem Vorplatz im Westen und der Aula im Osten. Südlich verläuft die zweite Erschliessungssachse, darunter angeordnet ist die Sporthalle mit der Turnanlage.

    Beschreibung

    Das viergeschossige Hauptgebäude gründet auf einem quadratischen Grundriss, dem – wie auch der gesamten Anlage nach dem Konzept von Fritz Haller – ein Raster von zwei mal zwei Metern zugrunde liegt. Den konstruktiven Kern des flach gedeckten Kubus bildet ein Stahlskelett. Die Füllflächen bestehen aus durchsichtigen oder geschlossenen Aussen- und Innenwänden. Die vier konstruktiven Achsen sind jeweils viergeteilt, was eine feine Fenstergliederung ergibt. Die daraus resultierende Leichtigkeit wird durch das eingezogene Erdgeschoss unterstrichen, das einen gedeckten Pausenbereich generiert. Die beiden seitlichen Achsen der anderen Fassaden sind mit hellbraunem Backstein ausgefacht. Die mittleren Konstruktionsachsen wiederholen das Thema des Glases. Die horizontalen Randträger mit Abkantblechen fassen den Baukörper visuell zusammen.

    Die Turnhalle ist eingeschossig und folgt als Quader dem gleichen konstruktiven Raster. Ihre Längsfassaden sind verglast, ihre Seiten mit Backstein ausgefacht. Der Übergang zum Aussenraum ist nahezu nahtlos – die Turnhalle wirkt damit äusserst transparent. Die beiden zweigeschossigen Unterrichtstrakte sind hingegen um ein halbes Geschoss in den Boden eingetieft und geben dem höheren Hauptgebäude damit zusätzlich Präsenz, ebenso die eingeschossige Aula.

    Literatur

    Schweizer Heimatschutz (Hg.). Die Schönsten Bauten 1960–75. Von Otterlo zur Ölkrise. Zürich 2013, Nr. 24. – Furter, Fabian; Schoeck-Ritschard, Patrick: Die Schule aus dem Baukasten. Über die Bauten der Kantonsschule Baden, in: Schwager, Nicole (Hg.). Bildung und Gesellschaft: Zur Geschichte der Kantonsschule Baden 1961–2011. Baden 2011, S. 39–60. – Graser, Jürg. Denken in Systemen. Fritz Halers kompromissloses Weltbild, in: Werk, Bauen + Wohnen 5/2010, FN 2. – Anthamatten, Hugo. Räume fürs Offene: Die Sanierung und Erweiterung der Kantonsschule Baden, in: Badener Neujahrsblätter 2008, S. 182–189. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordwestschweiz, Jura und Mittelland (Bd. 2). Zürich 1994, S. 101. – Visini, Reto. Fritz Haller – der Forscher unter den Architekten, in: Hochparterre 8–9/1989, S. 53. – Haller, Fritz. Kantonsschule Baden, in: Bauen Wohnen. Internationale Zeitschrift 10/1964, S. 382–393. – Affolter, Claudio. Fritz Haller. in: Rucki, Isabelle; Huber, Dorothee (Hg.). Architektenlexikon der Schweiz. Basel 1998, S. 250–251.
    Stand
    2020
    Bearbeitung
    Melanie Bähler

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