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    Haus Bristen

    Ansicht West

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    Haus Bristen

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    Haus Bristen

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    Haus Bristen

    Eingang

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    Haus Bristen

    Ansicht Nordwest (Passerelle)

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    Das Haus Bristen steht in der Tradition der HTS-Bauten mit gemischten Tragstrukturen, wie etwa der Rigimärt in Küssnacht oder das Bürohaus der Ruch AG in Altdorf. Der moderne Einsatz von Hölzern schlägt eine Brücke zur immer noch von der Landwirtschaft geprägten Innerschweizer Landschaft und ihren traditionellen Blockbauten.

    Chronologie

    Seit 1976 betreibt die Stiftung Behindertenbetriebe Uri (SBU) in Schattdorf eine Eingliederungs- und Arbeitswerkstätte und seit 1996 das Wohnhaus Brüsti für 42 behinderte Menschen. 2006 wurde die Einrichtung um das Haus Haldi erweitert, welches weiteren 24 Personen Platz bietet. Um der steigenden Nachfrage auch längerfristig zu begegnen, genehmigte der Urner Regierungsrat 2012 das Projekt Haus Bristen mit 12 weiteren Wohnplätzen und einem Tagesatelier für 60 Menschen mit mehrfachen Behinderungen. Mit der Planung und der Ausführung wurde die Altdorfer Architektengruppe HTS betraut. Das Haus Bristen konnte nach zweijähriger Bauzeit am 13. September 2014 eingeweiht werden.

    Lage

    Die in den letzten Jahren stark gewachsene Gemeinde Schattdorf liegt zwischen Altdorf und Erstfeld. Gemeinsam mit dem Altersheim Rüttigarten bilden die drei Häuser und die Werkstatt der SBU eine kleine Siedlung für pflegebedürftige Menschen im Südwesten der Gemeinde. Das Haus Bristen befindet sich östlich der Rüttistrasse, zurückversetzt zwischen der Werkstatt und dem Wohnhaus Brüsti. Das Gebäude wird im Osten durch eine landwirtschaftliche Nutzfläche begrenzt und ist über einen Feldweg auch von dieser Seite her zu erreichen. Von der Rütistrasse führt eine gedeckte Kolonnade entlang des Wohnhauses Brüsti zum Eingang des Hauses Bristen.

    Beschreibung

    Das Haus Bristen ist ein viergeschossiger Flachdachbau. Es gründet auf einem rechteckigen Grundriss, der einen quadratischen Innenhof fasst. Die oberen Etagen sind gegenüber dem Erdgeschoss auskragend konstruiert: nach Norden um circa 50 Zentimeter, nach Osten und Westen um etwa zwei und nach Süden um drei Meter. Das zurückversetzte Dachgeschoss gibt Raum für eine grosszügige, nach Westen ausgerichtete Dachterrasse. Die gewählte Materialisierung ist ein Spiel von naturbelassenen und synthetischen Werkstoffen, ein Wechsel von hellem Holz, dunklem Faserzement und Stahl. Das mit anthrazitfarbigen Faserzementplatten verkleidete Erdgeschoss formt einen optisch schweren, soliden Sockel. Dieser Eindruck wird durch die beschatteten, schwarz gefassten Fensterfronten noch verstärkt. Charakteristisch für die auskragenden Obergeschosse sind die vorgehängten Holzständerwände mit umlaufenden Geschossbändern aus vorvergrauten, sägerohen Brettern sowie die unregelmässige Felderaufteilung der Fassaden. In den Gebäudeecken sind diese Felder mit Holzverschalungen gefüllt, ansonsten dominieren raumhohe Fenster mit schwarzen Rollos. Konstruktiv betrachtet handelt es sich beim Haus Bristen um einen Hybridbau. Dabei wurde die komplette innere Tragstruktur aus Stahlbeton erstellt und die gedämmten Holzelemente in den drei Obergeschossen an die Massivbaustruktur gehängt. Die dazwischenliegenden Geschossbänder sind als Hohlkastenelemente in die Stahlbetondecke eingespannt.

    Neben den Wohnplätzen und dem Tagesatelier finden sich im Haus Bristen ein Restaurant, verschiedene Schulungssäle, die Räumlichkeiten der Spitex Uri und die Tagesklinik des Sozial Psychiatrischen Dienstes (SPD). Das vielfältige Raumprogramm ist entlang eines internen Rundwegs angeordnet. Dabei befinden sich die Haupträume mit grossem Tageslichtbedarf an den Aussenfassaden, die Nebenräume sind um den Innenhof gruppiert. Der Rundweg stösst teilweise an die Aussenfronten und gibt so immer wieder den Blick auf die Urner Bergwelt frei.

    Literatur

    Mit dem Haus Bristen in die Zukunft, in: SBU Zeitschrift 25.9.2013, S. 22
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Benjamin Stähli

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