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    Guido A. Zäch-Institut

    Ansicht Nordwest

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    Guido A. Zäch-Institut

    Ansicht Nordost

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    Guido A. Zäch-Institut

    Ansicht Nord

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    Guido A. Zäch-Institut

    Ansicht Süd

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    Guido A. Zäch-Institut

    Ansicht Südwest (Terrasse)

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    Guido A. Zäch-Institut

    Eingang

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    Guido A. Zäch-Institut

    Innenraum (Foyer)

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    Das GZI besticht durch seine leicht wirkenden, rhythmisch aufgelösten Baukörper und den Kontrast der eingesetzten Materialien, ausserdem durch die architektonisch geleiteten, räumlichen Verbindungen. Wilfried und Katharina Steib haben in ihrer Laufbahn eine individuelle Formensprache entwickelt, die den Dekonstruktivismus in klare, konstruktive Formen lenkt und in Nottwil eines ihrer Hauptwerke geschaffen.

    Chronologie

    Die Gründung der Schweizerischen Paraplegiker-Stiftung durch den Arzt Guido A. Zäch hatte zum Ziel, eine Einrichtung für die Therapie und Rehabilitation von querschnittgelähmten Unfallpatienten ins Leben zu rufen. 1985 wurde die Einrichtung nach Plänen der Basler Architekten Wilfried und Katharina Steib erbaut. In einer zweiten Planungsphase desselben Architekturbüros wurde das Zentrum um ein Forschungsinstitut für neue Behandlungsmöglichkeiten der Paraplegie erweitert. Nach rund zweieinhalbjähriger Bauzeit konnten das Guido A. Zäch Institut (GZI) und das darin untergebrachte medizinische Forschungszentrum im Jahr 2005 eröffnet werden.

    Lage

    Das GZI befindet sich am Südwestufer des Sempachersees an der Bahnstrecke Olten-Luzern, südlich der Therapieeinrichtung von 1985. Der weitläufige Baukomplex liegt auf einem leicht geneigten Gelände mit Aussicht auf die Berglandschaft und wird von der stark befahrenen Kantonsstrasse und der abzweigenden Eybachstrasse erschlossen. Der Haupteingang liegt im Norden und ist dem Therapiezentrum zugewandt. Der Aussenbereich berücksichtigt die Gestalt der ehemaligen Landwirtschaftszone. Diese wurde mit einheimischen Pflanzen ergänzt, um ein naturnahes Erholungsgebiet für die Patienten zu schaffen.

    Beschreibung

    Der Baukomplex ist kammartig konzipiert. Vom Haupttrakt entlang der Eybachstrasse zweigen zwei Querriegel ab. Verbunden werden die einzelnen Trakte von einer zentralen Halle, die hinter dem Haupttrakt situiert ist. Aus vier, mit dunklen Klinkermauerbrüstungen und Fensterbändern gegliederten Geschossen wachsen zwei verglaste Dachgeschosse hervor. Der Dachaufsatz setzt über einem weit auskragenden Vordach an, das den Haupteingang beschirmt. Die schlanken Stützen setzten sich von der Halle bis in den Aussenraum fort und schaffen so einen architektonischen Übergang. Unmittelbar neben der Halle führt eine Aussentreppe auf die Dachterrasse. Die schräg abgeschnitten Klinkerbrüstungen folgen der Treppenkaskade. Sie steigern die Signifikanz der horizontalen Klinkerbänderung ebenso wie ein offener Treppenaufgang am nordöstlichen Ende des Haupttrakts. An der Südostfassade löst sich der Baukomplex auf: In die Betonkonstruktion sind schräge Glaskuben eingestellt, die die Aussicht fokussieren und Privatsphäre schaffen. Die beiden obersten Geschosse nehmen die Drehungen der Fassade auf und bilden vorspringende Balkone aus. Abgeschlossen wird die filigran anmutende Südostseite durch ein aufgeständertes Dach. Ein halboffenes Glasdach mit Aussichtsplattform formt den Übergang zu den (halb-)öffentlichen Nutzungen über der Halle.

    Während die beiden Querriegel der Forschung mit Labors und Büroräumen vorbehalten sind, dient der Haupttrakt hauptsächlich als Verwaltungs- und Unterkunftstrakt mit Hotellerie für Tagungsteilnehmer und Mitarbeiter. Ausserdem sind hier eine Sporthalle, eine wissenschaftliche Bibliothek mit Lesesaal und ein Auditorium untergebracht. Appartements, Kongressräume sowie ein Restaurant mit Dachterrasse befinden sich im verglasten Dachaufbau. Eine Passerelle im dritten Geschoss schafft eine Verbindung zum benachbarten Seminarhotel.

    Literatur

    Gmür, Otti. Häuser – Dörfer – Städte. Architekturführer Luzern. Luzern 2006, S. 239–240. – Müller, Patrik. Forschungszentrum für Paraplegie Nottwil: Forschung in sauberer Umgebung, in: Handelszeitung (online) 5.4.2006. – Mit Weitblick. Spatenstich für Forschungszentrum bei Luzern, in: BauNetz 28.5.2003 (online). – Rucki, Isabelle; Huber Dorothee (Hg.). Architekturlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert. Basel 1998, S. 509. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1992, S. 240. – Disch, Peter. Architektur in der Deutschen Schweiz 1989-1990. Lugano 1991, S. 160.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Melanie Dorninger

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