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    Gemeindesaal Jakobsblick

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    Der gewählte Standort war heikel – der polygonale Gemeindesaal stellt einen enormen Eingriff in die Rebberge oberhalb von Niederurnen dar. Hans Leuzinger und sein Mitarbeiter Hans Howald haben – wohl unter dem Eindruck von Frank Lloyd Wrights Architektur – an diesem Ort jedoch einen herausragenden Bau der Nachkriegsmoderne geschaffen, dessen Form, Konstruktion und Materialisierung harmonisch zusammenspielen und bei dem sich Aussicht und konzentrierte Introvertiertheit gut ergänzen.

    Chronologie

    Der Gemeindesaal Jakobsblick – eine Schenkung der Industriellenfamilie Jenny – wurde vom Architekten Hans Leuzinger und seinem Mitarbeiter Hans Howald konzipiert und konnte im Herbst 1956 eingeweiht werden. Das Gebäude bietet Raum für Gemeindeveranstaltungen und kulturelle Anlässe, es wurde ausserdem als Singsaal des benachbarten Schulhauses genutzt. Zwischenzeitlich wurde der Bau modernisiert und dient heute als Tagungssaal des Parlaments der Grossgemeinde Glarus-Nord.

    Lage

    Der Gemeindesaal liegt nördlich des Schulhauses Büel inmitten des terrassierten Rebhangs oberhalb des Dorfkerns von Niederurnen. Die Erschliessung erfolgt über eine Freitreppenanlage, die auf einem Vorplatz mündet. Der «Jakobsblick» bietet eine Panoramasicht über die Linthebene, das Walenseebecken und die Glarner Berge.

    Beschreibung

    Das Saalgebäude besitzt einen sechseckigen – quasi kristallinen – Grundriss. Der kantige, hell verputzte Saalbaukörper kragt talseitig weit über das Sockelgeschoss hinaus, das aus Betonwänden mit Bruchsteinverkleidung und geschosshohen Verglasungen gefügt ist und damit nahtlos in die Terrassierungen des Rebbergs übergeht. Dies lässt den Saalaufsatz schwebend wirken. Gedeckt ist das Gebäude mit einem abfallenden Satteldach aus Eternitschiefer. Das Dach ist mit Oberlichtbändern von der Fassade des Saalbaus abgelöst. Der hochaufragende First dominiert die weithin sichtbare Schauseite und ist mit einer schrägen Stütze unterfangen, die durch das Saalgeschoss bis auf den Vorplatz stösst.

    Der auf Niveau des Vorplatzes betretene Eingangsbereich ist weitläufig. Die Treppe, die sich ab einem Mittelpodest in zwei Läufe teilt, ist an der bergseitigen Rückwand situiert, flankiert von Nebenräumen. In den Innenräumen dominieren Sichtbackstein, Sichtbeton und Holzverschalungen. Das Dach stützt sich auf eine sternförmige Stahlkonstruktion, die sichtbar belassen ist und den sechseckigen Saal akzentuiert.

    Literatur

    Glarner Architekturforum (Hg.). Verborgen, vertraut. Architektur im Kanton Glarus von 1900 bis heute. Zürich 2011, S. 101–103. – Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.). Kunstführer durch die Schweiz (Bd. 2). Bern 2005, S. 25. – Bucher, Annemarie; Kübler, Christof (Hg.). Hans Leuzinger 1887–1971. Pragmatisch modern. Zürich 1993, S. 154–155. – Adler, Florian; Girsberger, Hans; Riege, Olinde (Hg.). Architekturführer Schweiz. Zürich 1978, S. 184. – Adler, Florian; Girsberger, Hans (Hg.). Architekturführer Schweiz. Zürich 1969, S. 169. – Gemeindesaal in Niederurnen, in: Werk 4/1957, S. 115–119.
    Stand
    2019
    Bearbeitung
    Marco Staffelbach

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