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    Gemeindehaus

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    Gemeindehaus

    Innenraum (Korridor)

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    Das Sarner Gemeindehaus ist ein typischer Vertreter der rationalen 1970er-Jahre-Architektur, es funktioniert bis heute hervorragend und kommuniziert ortsbildlich gut. Die gelungene Modernisierung zeigt eine Wertschätzung, die dem Bau gerecht wird und eine bislang wenig beachtete Epoche neu in den Vordergrund rückt.

    Chronologie

    Das Sarner Gemeindehaus wurde 1975 durch den ortsansässigen Architekten Paul Dillier realisiert. Grundlage bildete ein öffentlicher Wettbewerb. In den Jahren 2004 bis 2005 erfuhr der Bau eine Modernisierung durch das Architekturteam aus Sarnen, die vor allem den Innenraum betraf. Heute beinhaltet das Gemeindehaus nicht nur die Büros des Einwohnergemeinderats und der Gemeindeverwaltung, sondern bietet auch verschiedenen politischen Jungparteien Platz.

    Lage

    Das Gemeindehaus befindet sich am südlichen Rand des Dorfkerns von Sarnen gegenüber des Benediktinerinnen­klosters St. Andreas. Die Bebauung an der Hauptverkehrsachse, der Brünigstrasse, verliert am Ortsausgang zum See hin zunehmend an Dichte, mehrere Schulhäuser und die Kollegiumskirche St. Martin formen eine solitäre Repräsentationsarchitektur. Die Hauptfassade des Gemeindehauses ist der im Osten liegenden Brünigstrasse zugewandt, die kleine Freifläche zur Strasse hin parkähnlich bepflanzt. Im Norden erschliesst eine kleine Stichstrasse das Sportareal der benachbarten Schule, sodass eine Ecksituation entsteht.

    Beschreibung

    Paul Dillier konzipierte das Büro- und Verwaltungsgebäude als gleichschenkligen, l-förmigen Baukörper und ergänzte die beiden Flügel jeweils um einen kleinen Annex. Der Eingangsbereich des Kopfbaus an der Brünigstrasse ist eingezogen, sodass ein grosszügiger, gedeckter Vorplatz entsteht. Sichtbar ist hier die Konstruktion: Das Gebäude gründet auf einem Betonskelett. Den vorgehängten Fassaden des dreigeschossigen, flach gedeckten Baukörpers liegt ein stringentes Raster zugrunde, das mit Metallelementen – schmale, gestuft ausgeformte Brüstungen und hohe, rechteckige Fensterflächen – gefüllt ist. Die Führung der Storen überzieht die Fassade mit filigranen, vertikalen Linien. Die ebenfalls gestuft ausgebildete Attika schafft einen feinen Dachrand. An der Nordfassade wird die rostbraune Metallverkleidung von einer Sichtbetonfassade abgelöst, ein markanter Materialwechsel. Hinter dieser befinden sich der Erschliessungskern und Nebenräume. Sämtliche Gebäudeecken, Vor- und Rücksprünge sind abgerundet geformt und verleihen dem Haus trotz seinen imposanten Dimensionen und der streng gegliederten Fassade eine weiche Ausstrahlung. Das vierte, weit zurückversetzte Dachgeschoss ist für den Betrachter kaum wahrnehmbar.

    Im Eingangsbereich erlebt der Besucher einen fliessenden Übergang vom Aussen- zum Innenraum: Der Boden ist mit Terrazzo gestaltet. Die Tragwerkskonstruktion ermöglicht auf allen Geschossen differenzierte Grundrisse, die über einen schmalen Lichthof miteinander verbunden sind. Die mit hellem Holz beplankten Wandelemente schaffen einen angenehmen Kontrast zur Materialisierung des Aussenbaus.

    Literatur

    IG Baukultur der Moderne Zentralschweiz (Hg.). Architektur in Gefahr 1920–1970. Luzern 2018. – Gmür, Otti. Bauen in Obwalden 1928–98. Alpnach 1999, S. 58.

    Themen

    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Sarah Spichtig

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