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    Dulaschulhaus

    Ansicht Nordost

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    Dulaschulhaus

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    Dulaschulhaus

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    Dulaschulhaus

    Ansicht Nordwest

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    Dulaschulhaus

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    Dulaschulhaus

    Innenraum (Korridor)

    Dulaschulhaus

    Kolonnade

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    Dulaschulhaus

    Innenraum (Treppe)

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    Das Dulaschulhaus gehört zu den wenigen Pionierbauten des Neuen Bauens in der Innerschweiz und nimmt eine Schlüsselstellung im modernen Schulhausbau der Schweiz ein. Mit seiner architektonischen Gestaltung, unter anderem der Rasterfassade und dem halbrunden Vorbau, symbolisiert es den sozialen und kulturellen Aufbruch in den 1930er-Jahren. Dem prägnanten Bau gelingt zudem eine einwandfreie Integration in die städtebauliche Situation und er komplettiert die benachbarten historistischen Schulbauten zu einem Ensemble.

    Chronologie

    Albert Zeyer konnte im Jahr 1930 den Wettbewerb für den Bau der Schulanlage Dula gewinnen. Benannt nach Franz Dula, einem Schweizer Lehrer und Politiker, wurden das Schulhaus und die dazugehörige Turnhalle von 1931 bis 1933 erbaut. Die Turnhalle wurde zwischenzeitlich um ein Geschoss aufgestockt, nach einer umfassenden Renovierung der gesamten Anlage durch die Luzerner Architekten Lengacher Emmenegger Partner im Jahr 2006 jedoch in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt. 2002 wurde das Dulaschulhaus unter Denkmalschutz gestellt und 2012 mit dem Schweizer Denkmalpreis ausgezeichnet.

    Lage

    Das Dulaschulhaus befindet sich im Bruchquartier und ist von der Säli- und der Bruchstrasse umschlossen. Zusammen mit den späthistoristischen Pestalozzi- und dem Sälischulhaus bildet es ein Ensemble an Bildungseinrichtungen, welche sich um einen gemeinsamen, grosszügigen Schulhof gruppieren. Die Haupteingänge des Dulaschulhauses befinden sich an der Nordseite, mit direktem Zugang zum Pausenplatz.

    Beschreibung

    Der viergeschossige Bau weist eine signifikante Längsorientierung auf. Die schlichten Nord- und Südfassaden zeichnen sich durch ein strukturiertes Fensterraster aus: Jeweils vier Scheiben formen ein Fensterelement. Die Nordfassade weist eine horizontale Gliederung auf, bestehend aus den Brüstungen und den gleichmässigen Fensterelementen mit liegendem Format. Die Fassade scheint zu schweben, da das Erdgeschoss zurückversetzt ist und Stützen eine Kolonnade formen. Im Gegensatz dazu wirkt die Südfassade durch die deutlich grösseren Fensteröffnungen gerastert. Die gestalterische Zurückhaltung wird an der östlichen Stirnseite des Baus aufgehoben. Hier trifft man auf ein halbzylindrisch ausgeformtes Treppenhaus, dessen Fenster sich über die Geschosse hinweg erstreckt und dem Gebäude Signifikanz verleiht. Ein ähnliches Fester durchbricht auch die schmale Westfassade. Hier ergänzt ein einstöckiger Anbau, in dem ein Kindergarten untergebracht ist, den langgestreckten Baukörper. Das Dulaschulhaus wurde in Anlehnung an die bereits bestehenden Nachbarschulbauten nicht weiss, sondern in einem sanften Orangeton gestrichen. Das Farbkonzept ist von Le Corbusiers Farbpalette aus dem Jahr 1933 inspiriert. Die bewusste Integration in die Umgebung wird auch in der Ausformulierung des Daches spürbar: Statt eines Flachdachs erhielt das Dulaschulhaus ein leicht geneigtes Walmdach. Aufgrund der verdeckten Traufausbildung treten für den Betrachter jedoch die kubischen Baukörper in den Vordergrund. Am östlichen Ende der Schulanlage steht die zum Dulaschulhaus zugehörige Turnhalle. Sie wurde in Sichtbeton erbaut und folgt der gleichen schlichten Formsprache. Die Zugehörigkeit wird einerseits durch eine mit der Nordfassade identischen Fenstergliederung hergestellt, andererseits durch die Farbgebung der Storen, die den Farbton des Putzes aufnehmen.

    Die Grundrisse des Dulaschulhauses sind auf einem strukturierten Raster aufgebaut und lassen flexible Nutzungen zu. Alle Schulzimmer sind gegen den Pausenhof hin orientiert und werden über einen Längskorridor auf der Südseite erschlossen.

    Literatur

    Niederberger, Claus u.a. Neues Bauen in der frühen Moderne der Zentralschweiz. Die Gesamtrestaurierung der Schulanlage Dula in der Stadt Luzern, in: Jahrbuch der Historischen Gesellschaft Luzern. Luzern 2010, S. 31–109. – Schärer, Caspar. Zurück in die Zukunft, in: Hochparterre 4/2009, S. 34–37. – Stadt Luzern (Hg.). Immobilien. Bauten 2006: Schulhaus Dula, in: www.stadtluzern.ch. – Brentini, Fabrizio. Der Architekt Albert Zeyer (1895–1972). Luzern 2004, S. 18–19, 30, 56–66. – Meyer, André. Architektur zwischen Tradition und Innovation. Die Zentralschweiz auf dem Weg in die Moderne. Luzern 2003, S. 100–101. – Gmür, Otti. Architekturführer Luzern. Spaziergänge durch Raum und Zeit. Luzern 2003, S. 123. – Rucki, Isabelle; Huber, Dorothee (Hg.). Architektenlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert. Basel 1998, S. 580–581. – Ineichen, Hannes; Zanoni, Tomaso (Hg.). Luzerner Architekten. Architektur und Städtebau im Kanton Luzern 1920–1960. Zürich/Bern 1985, S. 101. – Niederberger, Claus. Zwei Bauwerke aus den Anfängen des Neuen Bauens, in: Archithese 3/1985, S. 19–21. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1996, S. 257. – Niederberger, Claus. Neue Architektur im Kanton Luzern seit 1930, in: Unsere Kunstdenkmäler. Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte 2/1978, S. 256. – Meyer, André. Siedlungs- und Baudenkmäler im Kanton Luzern. Ein kulturgeschichtlicher Wegweiser. Luzern 1977, S. 186. – Bill, Max. Moderne Schweizer Architektur 1925–1945, Basel 1949, o. S. – Birchler, Linus. Moderne Schweizer Architektur. Basel 1947, o. S. – Zeyer, Albert. Dulaschulhaus mit Turnhalle Luzern. Luzern 16.2.1935 (StaLU B.3.31). – Zeyer, Albert. Erläuterungsbericht des Architekten. Luzern 29.1.1931 (StaLU B.3.31).

    Themen

    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Maria Kuonen

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