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    Lassalle-Haus

    Ansicht Süd

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    Lassalle-Haus

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    Lassalle-Haus

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    Lassalle-Haus

    Ansicht Nordost

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    Lassalle-Haus

    Innenraum (Foyer)

    Lassalle-Haus

    Ansicht West

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    André M. Studer hat seine einzigartige harmonikale Architektur optimal in die Landschaft eingebettet, Josef A. Seleger eine adäquate Verbindung zur Natur geschaffen. Die beiden Teile werden als Einheit empfunden, da sie im Einklang stehen. Die Gebäudevolumen harmonieren mit der jeweiligen Materialisierung und geben Raum, ein- oder auszutreten und den Bau zu spüren. Es gibt wenige Vertreter des Brutalismus, die eine solch hohe Intimität, Harmonie und Ruhe ausstrahlen.

    Chronologie

    Aufgrund des wachsenden Interesses an Bäder- und Gesundheitstourismus wurde 1858 das Kurhaus Bad Schönbrunn gegründet. 1929 wurde dieses von den Jesuiten übernommen und in ein Exerzitienhaus umfunktioniert. Die zunehmende Bedeutung der Erwachsenenbildung machte einen Neubau erforderlich: André M. Studer entwickelte hierfür ab 1964 eine «harmonikale Architektur», eine Bauform, die sich auf musikalische Intervalle bezieht. Der Landschaftsarchitekt Josef A. Seleger übertrug die harmonische Masse auf die Aussenanlage, in die er bestehende Bäume integrierte und somit eine Einheit formen konnte. In den Jahren 2015 und 2016 erfolgte eine umfassende energetische Sanierung des heutigen Lassalle-Hauses durch die webereinhardt Generalplaner AG.

    Lage

    Das Lassalle-Haus, das einen Ausblick über den Zugersee und die Voralpen bietet, befindet sich zwischen Zug und Ägeri in leicht erhöhter Lage. Die Anlage ist Teil einer weitläufigen Streusiedlung und liegt südlich des Weilers Edlibach in der Gemeinde Menzingen.

    Beschreibung

    Der viergeschossige Baukomplex ist U-förmig konzipiert, der Innenhof nach Süden geöffnet. Die Anlage ruht auf einem massiven Sockelgeschoss: Sichtbetonschotten formen eine Bastion, die sich zum Innenhof hin als zweigeschossiger Eingangs- und Aufenthaltsbereich öffnet. Im Gegensatz zum verglasten, durch Betonpfeilerreihen geordneten Sockelgeschoss, folgen die Fassaden der aufgesetzten, auskragenden Wohntrakte einem Grundrhythmus mit skulpturalem Charakter: Rechteckfenster, verputze Aussenwände und schalungsrohe Betonflächen wechseln sich hier ab. Die Wohnräume sind fächerförmig gestuft und talseitig über zwei, bergseitig über drei Geschosse geführt. Zahlreiche aus Sichtbeton geformte Nischen, Rampen, Treppen und Vordächer verbinden das Innere mit dem Aussenraum. Der Innenhof bietet eine intime Atmosphäre rund um eine Teichanlage. Wege, Wiese und Bepflanzung leiten in die Landschaft über. Hier finden sich Rückzugsorte mit einer grandiosen Aussicht. Abgeschlossen wird der Komplex durch ein freistehendes Gebäude oberhalb des Hauptgebäudes, der sogenannten Alten Villa aus der Gründungszeit des Kurhauses.

    Die offene und differenzierte Gestaltung der Gebäudehülle setzt sich im Inneren fort. Die Räume sind geprägt von Sichtbetonelementen, verputzen Flächen, Naturstein, Holz und Glas. Durch die harmonische Anordnung der Materialien wird auch im Inneren die musikalische Atmosphäre spürbar. Eine Verbindung zur bildenden Kunst schaffen die Glasfenster der Kapelle von Ferdinand Gehr.

    Literatur

    IG Baukultur der Moderne Zentralschweiz (Hg.). Architektur in Gefahr 1920–1970. Luzern 2018. – Kanton Zug (Hg.). Inventar der geschützten Denkmäler. Zug 2018. – Bauforum Zug (Hg). Zuger Bautenführer. Ausgewählte Objekte 1920–2012. Luzern 2013, S. 218–219. – Zurfluh, Lukas. Das Lassalle-Haus Bad Schönbrunn von André M. Studer, in: Kunst und Kirche, 2/2007, S. 46–48. – Zeller, Christa. Schweizer Architekturführer 1920–1990. Nordost- und Zentralschweiz (Bd. 1). Zürich 1992, S. 240. – Adler, Florian; Girsberger, Hans; Riege, Olinde (Hg.). Architekturführer Schweiz. Zürich 1978, S. 134. – Etter, Philipp; Hürlimann, Hans et al. Das neue Bildungshaus Schönbrunn, in: Zuger Nachrichten 21.9.1970.

    Themen

    Stand
    2018
    Bearbeitung
    Adrian Schuler

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