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    Bethanienkirche

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    Mit dem Bau der Kirche der Dominikanerinnen von Bethanien leistete Rudolf Schärli einen wichtigen Beitrag zur Innerschweizer Sakralarchitektur. Die Gebäudehülle folgt in ihrer Materialisierung dem ländlichen Kontext, das Dach hebt den Bau jedoch bestechend als Kind der Moderne hervor. Im Kontext der viel besuchten, benachbarten Wallfahrtsorte in Flüeli-Ranft und der 1350 errichteten Kapelle St. Niklausen im nahen Kerns entstand ein an die Tradition von Le Corbusiers Kapelle in Ronchamp anknüpfender, eigenständiger wie bereichernder Sakralbau.

    Chronologie

    Die Kirche der Dominikanerinnen von Bethanien in St. Niklausen wurde von den Gebrüder Schärli Architekten in den Jahren 1970 bis 1972 erstellt. Die Leitung des 1924 von Otto Schärli gegründeten Luzerner Büros lag zur Bauzeit in den Händen von Rudolf Schärli.

    Lage

    Die Kirche befindet sich im Norden des Weilers St. Niklausen. Sie ist in den Verlauf der Topografie auf einer kleinen Terrasse in die Landschaft eingebettet und schliesst im Nordwesten an das Gästehaus des Klosters an: Die Bauten formen einen nach Südosten geöffneten Hof, der einen schönen Ausblick über das Melchtal und auf die umliegenden Berge bietet. Man erreicht die Kirche und das Gästehaus über die Bethanienstrasse, eine kleine Landstrasse. Das Eingangsportal liegt an der Südseite.

    Beschreibung

    Die Kirche wird von einer sattelförmig geschwungenen, doppelt gekrümmten Dachschale über einem quadratischen Grundriss überragt, die frei zwischen zwei schräg platzierten, konisch zulaufenden Betonpfeilern schwebt. Das aus Holz konstruierte, mit Blech verkleidete Dach legt sich wie ein Schutzschild über den zylindrischen Kirchenraum, der dadurch sehr geborgen und ruhig wirkt. Die Raumhülle ist aus übereck aneinandergereihten Holzelementen und dazwischen gefügten, schmalen Glasstreifen geformt. Trotz ihrer strukturierten Form bildet die Raumhülle eine sehr lebendige und filigrane Membran. Die Holzelemente sind mit braunroten Schindeln verkleidet und kontrastieren mit der diagonal verschalten Dachuntersicht. Die Distanz zur Dachschale ist mit einer Glasfuge geschlossen. Der westliche Betonpfeiler schafft die Verbindung zum Gästehaus und beherbergt den Eingangsbereich. Im Osten ist ein eingeschossiger Nebenraum ergänzt.

    Der indirekt beleuchtete und dennoch lichtdurchflutete Raum ist kreisförmig um den im Nordosten situierten Altarbereich organisiert. Die Orgel steht neben dem Altarbereich frei im Raum. Über dem Eingangsbereich ist eine Empore angeordnet, unter der Kirche befindet sich eine Krypta.

    Literatur

    Gmür, Otti. Bauen in Obwalden 1928–98. Luzern 1999, S. 24.

    Themen

    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Ivo Wielander

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