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    Aufnahmegebäude

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    Aufnahmegebäude

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    Aufnahmegebäude

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    Aufnahmegebäude

    Übersicht

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    Aufnahmegebäude

    Innenraum (Halle)

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    Mit dem Bau des Aufnahmegebäudes leisteten Hans-Peter Ammann, Peter Baumann und Santiago Calatrava einen wichtigen Beitrag zum Stadtbild und zum Stadtgefüge von Luzern: Einerseits, indem sich der belebte Ort zurücknimmt und lediglich durch einzelne Details wie etwa den organisch geformten Stützen hervorsticht. Andererseits, indem die stark frequentierten Verkehrsflüsse übersichtlich zusammengefasst sind.

    Chronologie

    Nach dem Brand des Luzerner Bahnhofs 1971 wurde das Aufnahmegebäude in den Jahren 1983 bis 1990 nach Plänen des Architekturbüros Ammann Baumann in Zusammenarbeit mit Santiago Calatrava neu errichtet. Der Ostzugang zur Bahnhofshalle wurde von Luca Deon in den Jahren 2010 bis 2012 neu organisiert.

    Lage

    Das Aufnahmegebäude des Kopfbahnhofs befindet sich am östlichen Rand des Luzerner Neustadt-Quartiers, das im Zusammenhang mit der Stadterweiterung im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelt wurde. Das Aufnahmegebäude erstreckt sich entlang der Zentralstrasse in Richtung Seebrücke. Auf der Ostseite befindet sich das 1996 eingeweihte Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL), der Nachfolgebau des 1933 von Armin Meili errichteten Kunst- und Kongresshauses. Im Norden ist der Busbahnhof situiert, gefolgt von den Schiffsanlegestellen am Vierwaldstättersee. An den historistischen Vorgängerbau erinnert ein Teil der Fassade mit Skulpturenschmuck von Richard Kissling, der auf dem Bahnhofsplatz eine Torsituation schafft. Die Gleise werden von der Berufsschule und dem Postverteilzentrum flankiert und somit der Verkehrslärm von der Innenstadt abgeschirmt. Das Aufnahmegebäude ist die Schnittstelle des öffentlichen Verkehrs und kann von der West-, der Nord- und der Ostseite betretet werden. Der Haupteingang befindet sich auf der Nordseite. Die angrenzende Tiefgarage sowie mehrere Unterführungen werden über das Untergeschoss erschlossen.

    Beschreibung

    Der restaurierten, filigranen Gleishalle von 1894 ist ein fünfgeschossiger Riegel vorgesetzt, der mit einem zurückgesetzten, leicht geschwungenen Attikageschoss abschliesst. Die mit graugrünen Steinplatten verkleidete Fassade ist auf der Nordseite mit Bandfenstern versehen, im Süden sind den Obergeschossen schmale Balkone vorgelagert, die mit einer Metallkonstruktion dicht gefasst sind. An der Westfassade wurde das aus dem Vorgängerbau gerettete Wandgemälde «Nord-Süd» von Maurice Barraud aufgebracht. Es ist durch eine vorgehängte Glaswand geschützt. Die dem Kopfbau vorgelagerte, gläserne Bahnhofshalle schiebt sich unter den Riegel und gräbt sich mit einer geräumigen Ladenpassage in den Boden. Der grosszügig dimensionierte, öffentliche Raum beherbergt die komplexe Erschliessung des Bahnhofs und prägt die Schauseite gegen den See: 16 organisch geformte Betonpfeiler fassen den neuen Portikus und krönen ihn mit einem markanten Vordach. Sie setzen sich in geschwungenen Stahlträgern als Dachkonstruktion fort. Die an ein Vogelskelett erinnernde Gestalt der Tragkonstruktion trägt die Handschrift Santiago Calatravas.

    Literatur

    Ineichen, Hannes (Hg.). Hans Peter Ammann. Bauten und Projekte 1960–2001. Hans Peter Ammann und Peter Baumann, Zug und Luzern, 1964–1996. Sulgen 2004, S. 122–127, 188–199. – Gmür, Otti. Architekturführer Luzern. Spaziergänge durch Raum und Zeit. Luzern 2003, S. 100–102. – Rucki, Isabelle; Huber, Dorothee (Hg.) Architektenlexikon der Schweiz 19./20. Jahrhundert. Basel 1998, S. 18–19. – Disch, Peter. Architektur in der Deutschen Schweiz 1980–1990. Ein Katalog und Architekturführer. Lugano 1991, S. 146–147. – M., J. Bahnhof Luzern, Projekt Westtrakt, in: Werk, Bauen + Wohnen 78/1991, S. 47. – Emmenegger, Oskar. Das Wandgemälde von Maurice Barraud im Bahnhof von Luzern, in: Unsere Kunstdenkmäler 38/1987, S. 62–65. – Baumann, Peter; Felber, Werner. Aufnahmegebäude mit Untergeschoss Bahnhofplatz. Der Neubau des Hauptbahnhofs Luzern, in: Schweizer Ingenieur und Architekt 103/1985, S. 602–606.
    Stand
    2017
    Bearbeitung
    Joy Kayser

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